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Putin ist selbst Kim Jong Un peinlich

AP-News schrub:

North Korea says it hasn’t exported any weapons to Russia during the war in Ukraine and has no plans to do so, and said U.S. intelligence reports of weapons transfers were an attempt to tarnish North Korea’s image.

Wenn man so bescheuert ist, dass selbst Kim Jong Un es peinlich ist, als Supporter betrachtet zu werden, dann bleibt einem nur noch die KPÖ Graz.

Ohrwurm gefällig?

H. hat mir vor kurzem das Lied „Linksradikaler Schlager“ von „Swiss, Swiss und die Anderen“ empfohlen, und ich kann diese Empfehlung nur weitergeben. Ganz große Schlagerkunst!

Fun Fact: Das Lied und auch das Album dazu wurde auf Schlagerfieber.de besprochen, eine Seite, die sich ansonsten anscheinend eher Gestalten wie dem kackbraunen Andreas Gabalier oder der Belanglosigkeits-Bardin Helene Fischer widmet. Ich freue mich, dass sie zumindest auch den dumpfen Volkstümlern die Chance geben, mal Musik mit anständigen Texten zu hören.

PS: Ich habe ein Script eingebettet, welches es mir erlaubt, YouTube- und Vimeo-Videos einzubinden und der geneigten Leserin selbst zu überlassen, ob sie sich der Datenkrake ausliefern möchte. Es gibt die Möglichkeit, das Video hier eingebettet zu sehen oder über den Link in einem neuen Tab zu öffnen. Die Einbettung hier erfolgt dann, laut Programmierer des Scriptes, in einem möglichst datensparsamen iframe. Yay DSGVO!

Mea Culpa, derstandard.at!

Der Großteil meines Nachrichtenkonsums läuft über die App Feeder von NoNonsenseApps (nicht zu verwechseln mit dem kostenpflichtigen Dienst Feeder).

Screenshot der App Feeder mit einigen Schlagzeilen von ORF, Golem und der Standard

Hier habe ich meine Feeds alle in einer chronologischen Timeline und kann oft schon nach dem Lesen der Überschrift den Beitrag „wegwischen“. Entweder, weil alles gesagt wurde: "Bereits 14 Stunden Wartezeit für Queen", weil es offensichtlicher Schwachsinn ist: "Tirols ÖVP-Spitzenkandidat Mattle isst Eis 'wie ein Normaler'", weil es völlig irrelevant für mich ist: "Dutzende Etagen eines Wolkenkratzers in China in Flammen" (wobei ich denke, solche Beiträge sind generell irrelevant in AT, wer in Österreich fängt irgendwas mit dieser Nachricht an, außer seine Sensationsgeilheit zu befriedigen?) oder weil es mit Sport oder Anweisungen von unsichtbaren Männern 1) zu tun hat.

Wie dem auch sei, Feeder hat, als ich der App vorschlug, mal auf der Webseite des Standards nach einem RSS-Feed zu suchen, nichts gefunden und ich habe damals nur mit den Schultern gezuckt und es abgehakt. Das Online-Angebot des Standards ist mittlerweile so vom „Mitmachinternet“ bzw. von belanglosem Clickbait, um ja viele Kommentare hervorzurufen, durchseucht, dass es schwierig ist, den Standard anhand der Webseite von einem Boulevardblatt zu unterscheiden.

Heute aber musste ich feststellen, dass es sehr wohl RSS-Feeds vom Standard gibt! Nicht nur das, sie sind sogar ordentlich sortiert und scheinen mir sogar gepflegt zu sein! Ich bin begeistert und möchte mich an dieser Stelle für meine unflätigen Gedanken diesbezüglich in die Richtung des Standards entschuldigen!

Eine Liste der URLs findet sich hier.

Da scheinen durchaus noch Leute beim Standard zu sein, die sich mit dem Netz auskennen und Angebote für Leute pflegen, die vermutlich wenig zu den Werbeeinnahmen beitragen. Danke dafür! Wenn Ihr es jetzt noch schafft, den Preis für Euer E-Paper (die Print-Version des Standards ist einfach um Welten besser kuratiert als die Webseite, wo immer mehr Futter für Idioten serviert wird, um diese auf der Webseite zu halten, auf dass sie sich unter ebenso kontroversen wie unnötigen Belanglosigkeiten aneinander in den Kommentaren abarbeiten) auf ein erträgliches Niveau zu senken (ich denke, 10€ wären mehr als angemessen - ich bin sicher, so viel verdient Ihr nie mit meinen Besuchen auf Eurer Webseite!), können wir wieder Freunde werden, so wie damals, als ich noch Abonnent war! *soifz*

Übrigens, der ORF hat auch mehrere RSS-Feeds (Übersicht hier), man kann sich sein Angebot also auch da besser zusammenstellen. Wenn es jetzt FM4 noch schafft, die Texte von Erich Moechel oder Robert Rotifer in eigenen Feeds zusammenzustellen, wäre das News-Paket fast perfekt. Bei Erich Moechel, der meiner Meinung nach eine echte Koryphäe auf dem Gebiet der Netzpolitik ist, gibt es zwar einen RSS-Feed, aber als ich das letzte Mal reingeschaut habe, war der nicht wirklich schön. Damals zumindest hatte den ein Fan aufgesetzt, was ich schon traurig für den ORF finde, wenn sie nicht einmal das zusammenbringen, wenn doch offensichtlich Bedarf besteht.

PS: Ich muss gestehen, dass ich auch nicht besser bin, Dokuwiki scheint auch nicht ordentlich auf die Feeds zu verweisen, darum habe ich sie in der Sidebar extra verlinkt. Ich kann zu meiner Verteidigung sagen, dass ich vermutlich keine Leser habe und ich selber mein Therapie-Projekt Blog nicht über einen RSS-Feed lesen muss :D

2022/09/16 12:21 · frank · 0 Kommentare

Polio verbreitet sich wieder in New York

Polio scheint sich in New York wieder auszubreiten.

New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul hat den Katastrophenfall ausgerufen, nachdem Polio-Viren in Abwasserproben von vier Stadtbezirken nachgewiesen wurden.

Ein Hoch auf unser Bildungssystem und die daraus entsprungenen Vollidio… Leute, die das Mitmach-Internet2) völlig überfordert!

Wenn wir nicht anfangen, Schwurblern, die Leuten einreden, Impfen sei gefährlicher als die Krankheit oder Bleichmittel ein gutes Mittel für einen Einlauf, das Internet wegzunehmen, wird das hier alles noch beschissener, als es ohnehin schon wird.

Wer erst mal in der Verschwörungsblase angekommen ist, wird unregierbar. Beziehungsweise, wenn ich jemanden mit Ratio nicht mehr erreiche, wird der Aufwand, mit Infornationen durchzudringen, unglaublich hoch.

2022/09/10 14:12 · frank · 0 Kommentare

Und wo haben Sie sich radikalisiert?

ORF-Steiermarkt schrieb unter der Überschrift Extremismus: Neue Studie belegt starke Zunahme:

Extreme Denkweisen und Handlungen sind offenbar auf dem Vormarsch – darauf weist eine neue Extremismusstudie hin, die das Land gemeinsam mit der Stadt Graz erstmals in Österreich in Auftrag gegeben haben.

[…]

Menschen seien verunsichert, sagen die Autoren der Studie, das Vertrauen in die Politik fehle oftmals auch – was folge, sei die Flucht in vermeintlich sichere Wahrheiten, so der Zeithistoriker Helmut Konrad: „Man ist stärker auf der Suche nach einfachen Erklärungsmodellen, auf der Suche nach Feindbildern, nach den ganz einfachen Sachen. Bill Gates wird dann zum Juden gemacht, dann hat man Weltverschwörungstheorien dahinter, denn irgendwer muss ja schuld sein, dass es uns jetzt so krisenhaft trifft.“

Zuerst mal meine Antwort auf die Frage in der Überschrift: Im Politik- und Wirtschaftseil meiner Tageszeitung bzw. der ORF-Nachrichten.

Wer die aktuellen (nee, eigentlich seit immer… so traurig, wie das ist) Nachrichten verfolgt und bereit ist, im Prinzip alles in Frage zu stellen, wird meiner Meinung nach über kurz oder lang zu der Ansicht gelangen, dass wir seit Jahrzehnten, sagen wir mal, suboptimal regiert werden. Nicht nur das, auch drängt sich der Eindruck auf, dass Politiker eher den Vorteil ihrer engen Peergroup und Sponsoren im Blick haben, als sich um das Wohl aller zu kümmern.

Des weiteren kann man zu dem Schluß kommen, dass der Kapitalismus in seiner jetzigen, stark durch Jahrzehnte der Klientelpolitik geprägten Form, nicht die optimalste (liebe Grüße an M. ;) ) Gesellschaftsform ist.

Diese Schlussfolgerungen sind - in vornehmlich linksgrünversifften Kreisen, ebenso vornehmlich den Leuten mit genug Tagesfreizeit - schon länger bekannt. Dies schlug sich über Jahrzehnte unter anderem in der Gründung vieler ebenso revolutionärer wie erfolgloser Parteien nieder.3)

Der Erfolg dieser Parteien krankt (abgesehen von den völlig jenseitigen Patienten wie den Yogi-Fliegern, die sind ihrer Zeit viel zu weit voraus) vor allem daran, dass ihre Lösungsvorschläge notwendigerweise zum einen sehr komplex und zum anderen voller Systemkritik sind.

Hier kommt der Schlips meiner Ansicht nach ins Rad. Für diese komplexen Lösungen muss der Wähler sein langsames Denken einschalten. Das schnelle Denken liefert hier nämlich wenig Hilfe - wenn doch, ist das Konzept wohl nicht so revolutionär wie gedacht. Damit er das jedenfalls macht, muss ich ihn mit etwas ködern - in diesem Fall damit, dass ich ihm erkläre, was offensichtlich gerade falsch läuft, warum das so ist und wie uns meine dollen Lösungen da helfen werden. Tief in sich drin ist dem Wähler aber bekannt, dass er selber Schuld ist. Gewählt hat diese Klientelpolitiker ja nunmal er, so wie die Generationen vor ihm auch. Gewählt wurden unsere Politiker, weil sie einfache Lösungen präsentiert haben, die uns erlaubt haben, in unserer Komfortzone zu bleiben. „Gehts der Wirtschaft gut, gehts und allen gut“ und „Wer sich nur genug bemüht, kann auch zu den Gewinnern gehören, egal, woher er kommt4)“.

Diese Löungen waren für mich in Wirklichkeit genau so extremistisch wie „die Ausländer/der Jude/die Schwulen sind allem Schuld!“. Im Jahr 1972 warnte der Klimarat bereits in der Tagesschau, dass wir in 50 Jahren massive Probleme bekommen, wenn der CO2-Ausstoß so weiter geht. Hätte man wissen können, wollte man aber nicht.

Man hat die Geldextremen gewählt, weil man an den Profiten mitnaschen konnte und die direkten Auswirkungen wo anders oder wann anders auftraten. Diesen ganzen Umweltmumpitz und die Beschwerden über Kinderarbeit hat man wohl mal kurz zur Kenntnis genommen, aber spätestens in der Wahlkabine war alles wieder wie früher. Beziehungsweise würde es werden, wenn man den Geldextremen nur wieder seine Stimme gäbe.

Kritik am System ist also immer auch Kritik am Wähler, der die Systemgestalter gewählt hat. Damit sage ich ihm also indirekt, dass er auf das falsche Pferd gesetzt hat; dass er sich hat blenden lassen. Sich Fehler einzugestehen ist aber hart ungeil, also macht das keiner gerne, ergo verfliegt der Wunsch, sich mit den komplexen Lösungen für die Probleme, die man selber verursacht hat, zu beschäftigen, recht schnell.

Jetzt habe die sich erhöhende Taktzahl der Krisen und vor allem das Näherkommen der Einschläge dazu geführt, dass Angst und Verzweiflung bei immer mehr Menschen das langsame Denken aufgeweckt haben. Brot und Spiele verlieren anscheinend etwas ihe betäubende Wirkung, wenn man befürchtet, sich beides nächste Woche nicht mehr leisten zu können.

Und da kommen wir wieder zur obigen These: Komplexe Lösungen zu Problemen, die ich dann zugeben muss mitverursacht zu haben, sind absolute Ladenhüter. Der schuldige Ausländer/Jude/Schwule5) hingegen geht weg wie warme Semmeln. Den weniger Rechtsextremen (die sogenannten Bürgerlichen Parteien, die früher bestenfalls als „Sehr Konservativ“ durchgegangen wären) verkauft man derweil das selbe Schneeballsystem wie immer: „Wie müssen nur mehr Markt zulassen, um den Markt zu retten!“ und streut ein paar Versorgungsängste drüber.

Ich würde insgesamt also soweit gehen, der Überschrift zu widersprechen und sagen, der Extremismus ist nicht mehr geworden, er verteilt sich nur neu.

Auch, weil immer mehr die Märchen der Geldextremen an der eigenen Wahrnehmung zerschellen sehen. Da die zionistische Weltverschwörung oder die Umvolkungspläne dunkler Eliten noch nicht von der persönlichen Erfahrung widerlegt wurden, wendet man sich jetzt halt diesen bzw. deren Bekämpfung zu.

Machts auch nicht viel besser irgendwie.

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1)
aka Religion
2)
eh ein großer Fehler
3)
Das mein Lesbarkeitsindex zusammen mit Orthografie und Grammatik schon vor Jahren desertiert sind, ist mir nicht neu, vielen Dank!
4)
ich meine sowohl Land als auch Elternhaus
5)
ich weiß, dass Homosexuelle der bessere Terminus wäre, aber das sprüht kein Idiot irgendwohin
start.txt · Zuletzt geändert: 2022/08/26 15:22 von dokuwikiadmin