April 13

Maker Faire© Vienna 2017

Auch dieses Jahr gibt es wieder eine Maker Faire© in Wien! Am 20. und 21.05. findet die Veranstaltung diesmal in der METAStadt statt. Angekündigt für dieses Jahr sind um die 900 Maker (2016: 240), die ihre Projekte an ihren Ständen präsentieren. Laut Veranstalter sind die Highlights dieses Jahr die Magic Candy Factory (wer auch immer das Video auf deren Startseite eingebunden hat, gehört geboxt), die einen 3D-Drucker für Süßigkeiten präsentieren und „Die Herde der Maschinenwesen“, eine Gruppe von Robotern aus Fahrradteilen. Da hatten sie letztes Jahr so ein Kapelle aus Robotern, die waren auch ganz nett, sicher interessanter für Kinder, aber auch für erwachsene Bastler beeindruckend, wie viel Zeit und Energie in das Projekt gesteckt wurde.

Logo Maker Faire Vienna

Dazu gibt es 50 Workshops, 38 Vorträge (2016: 32/27) und man kann an vielen Ständen selber was machen. Ich habe letztes Jahr zwei Hacklaces zusammengelötet, war eine nettes Spielzeug. Alles in allem fand ich die Veranstaltung durchaus interessant, natürlich decken die diesmal 900 „SelbermacherInnen, Kreativköpfe und Technik-enthusiastInnen“ ein breites Spektrum ab, 2016 von irgendwelchen komischen Alkohol-Misch-„Robotern“, die mich jetzt wenig fasziniert haben, über leicht verpeilte Hobby-Projekte, die vermutlich nicht über das Anfangsstadium hinwegkommen werden; Batik-Bärbel, die ihre selbstgetöpferten Ohrkerzen herzeigt bis hin zu wirklich coolen Sachen – entweder Leute, die richtig geilen Scheiß selber gemacht haben oder auch Hersteller von Gadgets, die aktuelle Technik schön und informativ präsentieren.

Die letzten beiden genannten Gruppen waren für mich auch der Grund, warum ich dieses Jahr wieder hin will. Es macht Spass, mit den Entwicklern oder ambitionierten Bastlern über ihre Ideen zu quatschen, die Projekte live zu begutachten und teilweise sogar ausprobieren zu können. Aber das ist halt mein Interessensgebiet, der Vorteil an der breiten Aufstellung ist, dass die Veranstaltung für die ganze Familie geeignet ist: Während die eine sich die 3D-Drucker anschaut, kann der andere sich ein Leder-Halsband klöppeln und die lieben Kleinen können sich derweil unter Anleitung einen Fusionsreaktor aus alten Computerteilen zusammenlöten.

© Samuel Colombo

Dieses Jahr soll der Schwerpunkt auf Virtual Reality liegen, ich weiß nicht, was es letztes Jahr offiziell war, aber ich würde auf 3D-Drucker tippen. Es macht sicher mal Spaß, VR auszuprobieren, ob man da jetzt außer Handy-am-Kopf-Befestigungsbrillen viel selbstgebautes sehen wird, wird sich zeigen. Als zweiten Schwerpunkt (wie viele Schwerpunkte kann man eigentlich haben?) geben die Veranstalter „Upcycling – Recycling – Rethinking“, einen Fokus auf Projekte, die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen an. Ich denke, das macht durchaus Sinn, sich gerade in der recht schnelllebigen (drei L?) Technik-Szene auch mal damit zu beschäftigen, was mit dem Kram passiert, wenn er veraltet ist. So wie mein scheißteures IPad 1, dass nach kurzer Zeit nicht mehr zu gebrauchen war, weil der Hersteller keinen Bock mehr darauf hatte. DANKE, APPLE!

Die Ticketpreise sind wirklich zivil, im Vorverkauf geht das Tagesticket für einen Erwachsenen bei 9,-€ los, das Familien-Wochenendticket für vier Personen kostet 27,-€, was immer noch OK ist, meiner Meinung nach. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass eine für 9€ am Freitag den Scout macht und dann am Samstag ihre Familie für 18€ herumführt oder so.

Wie dem auch sei, hier kommt noch ein Video von der Veranstaltung 2016, das gibt einen kleinen Überblick über das Event, dazu hat die Webseite auch noch ein paar Infos parat.

See you there!

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März 17

Paketbriefkasten

Ich habe mir vor einem Jahr oder so mal bei Hornbach einen Paketbriefkasten geshoppt. Da ich kein Foto zur Hand habe, habe ich mal gesucht und festgestellt, dass es das selbe Modell auch bei Lidl zu kaufen gab:

Bild von Lidl

Der macht schon einen ganz guten Job. Der Paketbote pack das Paket hinein und kann dann den Griff vorne zudrehen, danach geht der Kasten nur noch mit Gewalt oder Schlüssel auf. Nachteile sehe ich zwei, zum einen kann man immer noch nur ein Paket bzw. nur von einem Lieferdienst etwas bekommen, weil danach ist der Kasten halt zu und zum anderen ist der Kasten in seiner Größe eher beschränkt. Letzteres ist natürlich auch der Tatsache geschuldet, dass man das Ding ja auch irgendwo hin bauen muss. Ich habe ein Loch in mein Hoftor geschnitten, aber die Möglichkeit hat wohl nicht jeder. Mir ist es auf jeden Fall mehr als einmal passiert, dass ich Pakete bekommen habe, die nicht in den Paketkasten passten und die ich daher von der Post/DHL Filiale am Arsch der Welt abholen oder, im Falle von UPS, einfach aufgeben musste.

Nun bin ich über eine interessante Alternative gestolpert, die zumindest Teil 2 meines Paketbriefkasten-Problems zu lösen scheint: Paketsafe.net hat einen flexiblen Paketbriefkasten, der im geschlossenen Zustand nicht größer ist als eine Zeitungsrolle:

Der mdr hat auch ein Video dazu gemacht:

Klingt für mich wirklich vielversprechend, ich werde mir so etwas wohl auch mal zulegen und dann noch mal ausführlicher berichten. Ich finde es auf jeden Fall gut, dass es Zustelldienst-agnostisch ist, nicht wie die Paketbriefkästen der Österreichischen Post, die halt nur für die Post sind, und nicht für andere Dienste.

Das Dingen gibt’s auch bei Amazon, wie gesagt, wenn ich einen habe, schreibe ich noch mal was dazu. Kostet zwar 159,- Euro, aber in Wirklichkeit ist das halb so teuer wie die meisten festen Lösungen und deutlich flexibler. Zum Kabelschloß werde ich vorher noch etwas recherchieren, aber ich denke, der Kasten wäre bei mir an einem Weg, da ist die Chance, dass jemand das aufzwickt auch nicht höher, als das jemand meinen Briefkasten schnell aufhebelt.

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März 14

Heute ist Schniblo-Tag!

Oder „Der Valentinstag für Männer“, wie er auch genannt wird. Alles Gute!

Grafik vom Joyclub

OK, ist jetzt nur begrenzt lustig, und vermutlich sexistische Kackscheiße, aber was soll ich machen, als Mann bin ich da Opfer meiner Hormone und so. Positiv kann man sagen, dass den Frauen an diesem Tag sowas erspart bleibt: (wenn ich schon abgegriffene Klischees bediene)

V-Day: Konsum macht glücklich…
März 3

Wenn Sie das gelesen und verstanden haben, klicken Sie auf OK

Vor Jahren… vielen Jahren.. habe ich mal einen CAD-Kurs besucht. In diesem Kurs wurde DOGS verwendet (hier hat jemand die 5 1/4″-Disketten-Version ausgegraben, ich bilde mir ein, ich hätte meine Version damals(tm) sogar schon auf 3,5″-Disketten bekommen). *soifz*… wie dem auch sei: Was mir an diesem Programm in Erinnerung geblieben ist, ist der Text am Ende einiger Fehlermeldungen:

Wenn Sie diese Meldung gelesen und verstanden haben, klicken Sie auf OK.DOGS

Ich weiß noch, wie ich mich damals darüber gefreut habe 🙂 Jetzt, lumpige *hust*25*hust* Jahre später, wurde ich durch einen Artikel, der auf Twitter an mir vorbeirauschte, wieder daran erinnert.

In diesem Artikel geht es um eine Norwegische Webseite, die versucht, ihre Kommentarkultur auf einem gewissen Niveau zu halten. Die Webseite NRKbeta richtet sich an Techies bzw. handelt es sich sozusagen um die Technik-Rubrik der Staatlichen Rundfunkanstalt NRK. Normalerweise haben sie das Problem nicht, dass ihr Kommentare sich in Richtung Fakebook- oder Youtube-Niveau bewegen würden. Anders wird das wohl dann, wenn Artikel von ihnen auch auf der Startseite der NRK verlinkt werden, dann schwemmt es haufenweise besagte Fakebooker in ihre Richtung und die toben sich dann in altbekannter Manier in den Kommentaren aus. (Dramatisierte Schilderung). Was sie nun, vorerst im Beta-Test gemacht haben, ist, einen Multiple-Choice-Test quasi vor die Kommentarfunktion zu setzen. Sie wollen damit sicherstellen, dass der klassischen Wutbürger mit Schnappatmung den Artikel auch liest, bevor er seinen Senf dazu abgibt. Begonnen hat das wohl in einem Artikel über neue Gesetze zur Überwachung von Internet-Verkehr. (Das scheint auch die einfache Fassung zu sein, wenig Text, viele Bilder…)

Wenn man nun am Ende des Artikels kommentieren möchte, stößt man auf folgendes:

Google-Translated, daher evtl. sinnbefreit.

Hier geht es jetzt nicht darum, nur Experten zuzulassen, was dann wohl auch gegen Free-Speech und so verstoßen würde, sondern nur ums sinn-erfassende Lesen (Hah! PegidAfD-Gelumpe kann man damit also doch ausschließen!). Alle Fragen werden im Artikel auch beantwortet. Sie sagen, dass es zwei Gründe hat:

We thought we should do our part to try and make sure that people are on the same page before they comment. If everyone can agree that this is what the article says, then they have a much better basis for commenting on it.Ståle Grut @stalebg

und

If you spend 15 seconds on it, those are maybe 15 seconds that take the edge off the rant mode when people are commenting,Marius Arnesen @anarkistix

Ich finde den ersten Punkt wichtiger als den zweiten, aber beide valide. Was mich seitdem nicht mehr loslässt ist der Gedanke, dass so ein System ideal für Volksabstimmungen wäre. Nur wer vorher ein paar Verständnisfragen beantworten kann, darf auch abstimmen.

Das Konzept einer Demokratie setzt meiner Meinung nach voraus, das informierte Bürger sich für oder gegen etwas entscheiden bzw. etwas wählen können. Hier liegt der Hund begraben. „Informierte“ Bürger. Wenn man Interviews mit Trump-Wählern oder den Fans von Bernd Höcke und Frau Kepetry sieht, drängt sich schon der Eindruck auf, dass es hier mit dem Informiert-Sein nicht so weit her ist.

Mit so einer Vorabfrage bekommt man vielleicht keine besseren Ergebnisse, aber man könnte damit so etwas wie die Nummer nach dem Brxit-Votum verhindern, wo die Leute nachdem die Wahlergebnisse bekannt wurden, angefangen haben, mal zu googeln, um was es da eigentlich ging. Ich fände das gut. Man einigt sich auf eine sachliche Information zu dem Thema, die liegt auch in der Wahlkabine auf. Der Computer spuckt den Wahlzettel zum händischen Ausfüllen (ja, eh, Wahlcomputer stinken) nur aus, nachdem der Bürger seine Informiertheit bewiesen hat. Wo die FPÖ bzw. die AfD über 10% gekommen ist, kann man ja dann noch die Option einbauen, dass die Muppets einem was zum Thema vorsingen oder so. Multimedia zur Inklusion von Nazis muss ja nichts schlechtes sein, man hat ja auch einen Bildungsauftrag.


Hier sucht übrigens wer noch nach der Software DOGS.

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Januar 16

Alter, ich hab SO einen Hals!

Ich habe gerade über 900 Wörter rausgerülpst, weil ich mich über diesen Artikel maßlos geärgert habe. Was für eine beschissene Schmierage. Nun lasse ich den Beitrag mal reifen, auch um allfällige Klagen zu verhindern, und werde dann die entschärfte Version online stellen.

Guten Tag!

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Januar 13

Neues Blog

So, ich habe mir ein neues Blog gegönnt und soeben fertig eingerichtet. Von seinem alten Platz habe ich den Beitrag „Über die Macht von BigData und Psychografie im Wahlkampf“ hierher umgezogen, darum steht der da mit Datum 06.12.2016. Zu dem Thema habe ich noch einiges gelesen und gehört, das werde ich dann demnächst hier anfügen. Ich hoffe, mit WordPress ein gutes Tool zum schnellen „mal-eben-was-schreiben“ gefunden zu haben, bis jetzt sieht es zumindest so aus.

Was die Kommentarfunktion angeht: Ich will eine einbauen, aber da ich hier vermutlich eher mit mir selber rede bzw. schreibe, habe ich keine Eile 🙂

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