Januar 25

Burschiball blockieren!

Man muss immer Partei ergreifen. Neutralität hilft dem Unterdrücker, niemals dem Opfer. Stillschweigen bestärkt den Peiniger, niemals den Gepeinigten.Elie Wiesel
Achtung! Link geht zu Fakebook!
In the End, we will remember not the words of our enemies, but the silence of our friends.Martin Luther King, Jr.

Freitag, 26.01.2018, 17 Uhr, Universitätsring 1, 1010 Wien (Schottentor). Kommt alle, seid friedlich. Die Rennleitung versucht im Vorfeld, eine besonders aggressive Stimmung herbeizureden, um ihr eigenes Aufgebot zu rechtfertigen und vermutlich auch, um vor der Wahl am Sonntag in Niederösterreich dem rechten Gelumpe ein paar „G20-Bilder“ zu verschaffen, damit die besorgten Bürger dann auch das Kreuz ganz rechts machen. Über die Phantastereien der Polizei Wien hat wenigstens FM4 recht neutral berichtet, aber die Idiotenpresse aka Gratiszeitungen & Krone haben brav die Ängste vor den Linken geschürt, während dessen Nazigesindel aus dem Umland ungestört in die Hofburg gekarrt wird.

In diesem Sinne: Barista, Barista, Antifascista!

Januar 9

Sehenswerter Vortrag vom Zentrum für politische Schönheit auf dem 34C3

Tiger, Drucker und ein Mahnmal

Neues vom Zentrum für Politische Schönheit

„Flüchtlingsfressende Tiger in Berlin, zum Diktatorensturz aufrufende Flugblätter in Istanbul und ein Mahnmal das den Rechtsextremisten Björn Höcker in seinem Thüringer Dorf heimsucht: Viel ist geschehen, seit das Zentrum für Politische Schönheit vor 3 Jahren auf dem Kongress gesprochen hat. Grund genug mal wieder Bericht zu erstatten, aus dem Nähkästchen zu plaudern und unveröffentlichtes Material mit euch zu begutachten. Aber Vorsicht: das ZPS ist die einzige Organisation die von Björn Höcke das Gütesiegel „terroristische Vereinigung“ verliehen bekommen hat. Es könnte also lustig werden.“Text auf media.ccc.de zum Video

Wirklich sehenswerter Vortrag vom ZPS (habe erst vor kurzen was von denen gehabt), die meiner Meinung nach Eier aus Stahl haben müssen.  Eine Stunde, die sich lohnt.

„Wir machen Stress. Wir sammeln keine harmlosen Unterschriften. Wir machen Leuten, die an Menschenrechtsverletzungen verdienen, das Leben zur Hölle.“Stefan Pelzer, CEO (Chief Escalation Officer)

Hier geht’s zum Zentrum für Politische Schönheit – Dort könnt Ihr auch „Komplize“ werden. Zitat: „Sie erhalten nirgendwo so viel Aufruhr und Dissens für jeden gespendeten Euro wie bei uns.“ – Ich denke, der Vortrag oben zeigt das auch sehr schön 🙂

Update: Ich habe jetzt die YouTube-Version des Videos eingebunden. Schöner hätte ich zwar den direkten Link auf media.ccc.de gefunden, allerdings verhindert irgendein Paranoia-Rotz, dass das Video im Internetz Entdecker von Micro$oft zu sehen ist. Jetzt kann man natürlich mit „Wer nutzt den schon“ und „Geschieht denen ganz recht“ und so weiter argumentieren, aber ich habe gerade die Schnauze voll von solchen Spielchen. Also: Wer nicht bei YouTube schauen will, findet hier den politisch korrekten Link, allen anderen wird’s egal sein.

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Januar 5

Journalismus ist nicht ganz tot!

Der stets zum Gruß erhobene rechte Arm der CDU, auch bekannt als CSU, hat ja schon kurz nach der letzten Wahl festgestellt, dass sie „die rechte Flanke schließen müssen“ (im Video ca. bei 1:20) (hat auch so ein Otto von der CDU gesagt, aber den kennt ja auch wieder keiner).

Nun hat der CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt diese Idee wieder aufgegriffen und zur „konservativen Revolution“ aufgerufen. Längerer Artikel zum Thema im Kraftfuttermischwerk, hier nur das darauf folgende Interview von Marietta Slomka mit Dobrindt, der (wie die meisten Nazis auch) wirkt, als wäre er mit dem kurzen Bus zur Schule gefahren worden:

Schönes Ding, ich mag es ja, wenn Kartoffeln vorgeführt werden, auch wenn ich im Allgemeinen nicht glaube, dass es Sinn hat, mit Nazis zu reden, so halte ich es dennoch für gut, wenn weiterhin versucht wird, ihre Tumbheit öffentlich zu machen.

In diesem Sinne: Barista, Barista, Anitfascista!

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November 27

Bernd Höcke bekommt sein eigenes Holocaust-Mahnmal

(c)

Die Leute vom Zentrum für politische Schönheit haben dem Nazi Bernd Höcke sein persönliches Mahnmal vor die Bude gebaut. In Bornhagen/Thüringen. Da haben die Nazis von den Antworten für Dumme über 20% bekommen bei der letzten Wahl. Kann man mal machen. Spiegel.tv hat einen kurzen Bericht darüber gemacht, den ich Euch nicht vorenthalten möchte, damit Ihr Euch mal ein Bild davon machen könnt, wie es im wilden Osten so zugeht.

Auslöser war diese Rede von Bernd (ich habe den Link zur passenden Stelle gesetzt, niemand sollte sich dieses Subjekt länger als nötig anhören müssen, wird aber auch in dem Video von Spiegel.tv gezeigt), in der er das Holocaust-Denkmal in Berlin „ein Denkmal der Schande“ nennt. Natürlich hat er das nicht so gemeint, wie es klingen kann etc. etc., aber das Ganze ist, wie so vieles andere auch bei der AfD, ein bewusster Tabubruch, um die Grenzen des Sagbaren zu erweitern und bei seinem Gefolge auch entsprechend angekommen. So geht es oft, die Nazis feiern sich, während die Normalen noch über Satzzeichen und Interpretationsmöglichkeiten diskutieren und sich verzetteln, anstatt dem Gelumpe die Grenzen aufzuzeigen.

Webseite der Aktion: https://deine-stele.de/ mit allen Detailinformationen und Mitmachspass.

Update. Da das erste Video von SpiegelTV verschwunden ist, habe ich eine andere Version davon herausgesucht. Ich hoffe, die hält etwas länger.

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September 1

Wahlwerbung: Die Partei!

Für den Inhalt der Wahlwerbung sind die jeweiligen Parteien verantwortlich, wobei die Partei „Die Partei“ die einzige Werbung macht, die ich wirklich sehen will. Das gilt besonders für die Arschkrampen von den „Faschistoiden Populisten Österreichs (FPÖ)“, die mich seit kurzem mit ihren Angst-und-Hass-Wahlwerbespots für die geistig Armen auf YouTube nerven. Das ist die selbe braune Scheiße, wie sie von der deutschen Partei „Antworten für Dumme (AfD)“ propagiert wird.

Allen, die jetzt sagen „Naja, an der FPÖ/AfD/NPD ist ja nicht alles schlecht“ oder „Nicht alle FPÖ-Wähler sind schlecht, da sind ja auch normale Leute dabei“ etc. und „Nazis boxen ist auch keine Lösung, man muss mit denen reden und sie überzeugen“, denen möchte ich diesen Text von Wiglaf Droste um die Ohren schlagen:

[…] Alle Welt sucht das Gespräch mit Rechtsradikalen. Warum? Haben sie einem etwas zu sagen? Ist nicht hinlänglich bekannt, was sie denken, fordern und propagieren? Wo liegt der beschworene aufklärerische Wert, wenn Henryk Broder in der `tageszeitung‘ Franz Schönhuber interviewt?

Muß man an jeder Mülltonne schnuppern? Niemand wählt Nazis oder wird einer, weil er sich über deren Ziele täuscht, – das Gegenteil ist der Fall; Nazis sind Nazis, weil sie welche sein wollen. Eine der unangenehmsten deutschen Eigenschaften, das triefende Mitleid mit sich selbst und den eigenen Landsleuten, aber macht aus solchen Irrläufern der Evolution arme Verführte, ihrem Wesen nach gut, nur eben ein bißchen labil etc., „Menschen“ jedenfalls, so Heinz Eggert, „um die wir kämpfen müssen“.

Warum? Das Schicksal von Nazis ist mir komplett gleichgültig; ob sie hungern, frieren, bettnässen, schlecht träumen usw. geht mich nichts an. Was mich an ihnen interessiert, ist nur eins: daß man sie hindert, das zu tun, was sie eben tun, wenn man sie nicht hindert: die bedrohen und nach Möglichkeit umbringen, die nicht in ihre Zigarettenschachtelwelt passen. Ob man sie dafür einsperrt oder sie dafür auf den Obduktionstisch gelegt werden müssen, ist mir gleich, und wer vom Lager (für andere) träumt, kann gerne selbst hinein.

Dort, in der deutschen Baracke, dürfen dann Leute wie Rainer Langhans, Wolfgang Niedecken und Christiane Ostrowski zu Besuch kommen und nach Herzenslust mit denen plaudern, zu denen es sie zieht.

Den Rest der Zeit werden die Berufsdeutschen ein wenig gequält: Verordneter Antifaschismus all night long! Fritz Teppisch spricht nicht unter drei Stunden! Aus den Lautsprechern dröhnt verjüdelte Negermusik! Pflichtlektüre: die schlechtesten Satiren von Ephraim Kishon! Rechte Winkel und Viervierteltakt sind bei Strafe verboten, die Haare werden nicht mehr geschnitten. Abends Talkshow mit Henryk Broder und Lea Rosh – es herrscht Teilnahmspflicht. Und dann geht es ruckzuck ohne Nachtisch ins Bett – zu Mister Long Dong Silver. So geht das.

Verbaler Antifaschismus ist Käse. Militant soll er sein, vor allem aber erfolgreich. Wenn sich dabei herausstellen sollte, daß es sich gegen 50, 60, 70, 80 oder 90 Prozent des deutschen Volkes richtet,
dann ist das eben so. Wo Nazis `demokratisch‘ gewählt werden können, muß man sie nicht demokratisch bekämpfen.Wiglaf Droste - Mit Nazis reden

Kann man sich (teilweise) auch von ihm auf YouTube vorlesen lassen.

 

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März 18

Mein Schatzssssss…..

Diese Bilder flogen vor zwei Jahren mal durch meine Filterblase mit dem Titel „Children From Around the World With Their Most Prized Possessions“ und damals wie heute halte ich diese Bilder für ebenso schön wie melancholisch:

Wie dem auch sei, ich frage mich manchmal, ob ich so Leute, die zum Beispiel gegen Flüchtlinge sind und meinen, die sollen alle im Meer verrecken oder in ihren zerbombten Städten bleiben, beneiden soll, weil in deren Kopf offensichtlich solche Bilder nicht hängen bleiben oder zumindest keine Empathie auslösen.

Ich kann so ein Bild nicht ansehen, ohne mir Gedanken zu machen, wie das Leben rundherum wohl aussehen mag.

Wie es Eltern gehen muss, die ihrem Kind gerne mehr bieten würden und nicht mal selber das nötigste haben. Wie ich selber handeln würde. Natürlich würde ich auch versuchen, irgendwas zu machen, in ein Land zu kommen, wo es nicht so scheiße ist (wenn ich in all dem Elend nicht schon aufgegeben hätte, aber mit Kindern ist das vermutlich anders).

Aber was, wenn man dann dort beschimpft wird, nicht arbeiten darf und dann, begleitet vom Gejohle des widerwärtigen PegidAfd-Mobs, in ein Flugzeug „nach Hause“ gesetzt wird? Andersrum: Wie kann man sehen, dass so etwas passiert, wie kann man wissen, dass Menschen leiden und sterben und dann solche Fickgesichter wie Bernd Höcke, Frau Kepetry, Hatsche Schtratsche oder diese Nachgeburt Grunz Wilders wählen, die sich für Herrenmenschen halten und selber in Wirklichkeit zum Bodensatz der Menschheit gehören?

There is no sin so great as ignorance. Remember this.Rudyard Kipling

 

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Februar 28

AfD-Sucht bei Bloggern/mir?

Schlecky Silberstein hat einen lesenswerten Beitrag zur Frage, ob man über die Provokationen der Arschkrampen für Doitschland überhaupt berichten soll. Diese Fragestellung gibt es schon lange, ich kenne sie im Zusammenhang mit Selbstmorden (nicht berichten, um keine Nachahmer zu erzeugen) und auch Terror (Aufmerksamkeit in den Medien ist das Ziel der Terroristen). Auch stellen sich Linke normale Leute die Frage, ob man mit Nazis oder Rechten Überzeugungstätern überhaupt öffentlich diskutieren sollte, oder ob man sie damit nur validiert, also ihren Schwachsinn dadurch, dass man ihn für diskutabel hält, aufwertet. Ich glaube, mit bestimmten Leuten kann man nicht diskutieren.  In der taz vom 24.02. war ein Interview mit Mohamed Amjahid, einem Reporter des Zeit Magazins. Er wurde über sein Buch „Unter Weißen“ befragt, und an einer Stelle ging es darum, dass in einer seiner Lesungen ein Reporter des rechtspopulistischen Blattes Compact saß und wie er damit umgehe. Seine Antwort:

Konkret in diesem Fall: ignorieren. Man kann nicht mit jemandem diskutieren, der mich, meinen Körper, mich als Menschen ablehnt. Es kann keine Diskussion geben, wenn jemand sagt: Pack deine Sachen und geh nach Hause.MOHAMED AMJAHID

Ich sehe das ähnlich, also was die Frage angeht, ob man mit echten Nazis noch diskutieren sollte. Mittlerweile denke ich aber auch, das man versuchen sollte, die „angebräunten“ Unentschlossenen mit Argumenten zu versorgen, die vielleicht auch mal eine andere Seite zeigen, als die der AfDemagogen. Ob man dazu auf die Provokationen besagter Demagogen reagieren soll, auch wenn es nur sei, um sie zu widerlegen, habe ich für mich noch nicht abschließend beschlossen. Ich fühle auf jedem Fall mit Schlecky und sehe sein Video als guten Denkanstoß:

 

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Februar 15

Wer sich in die Küche begibt…

Heute möchte ich nur einen Beitrag auf einer anderen Webseite verlinken. Er ist von Saskie Esken, Mitglied der Verr… SPD und Abgeordnete des Deutschen Bundestages.

Ohne jetzt zu sehr auf Details eingehen zu wollen oder weitere Hintergrund-Infos zu liefern, nur folgendes: Es ist ein lesenswerter Beitrag über Fake News, über Werbung auf Naziportalen und über den Umgang miteinander im Netz. Viel Spass damit.

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Februar 13

Musike am Montag: ZSK vertont Tucholksy

Kurt Tucholsky

Rosen auf den Weg gestreut

Ihr müßt sie lieb und nett behandeln,
erschreckt sie nicht – sie sind so zart!
Ihr müßt mit Palmen sie umwandeln,
getreulich ihrer Eigenart!
Pfeift euerm Hunde, wenn er kläfft –:
Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft!

Wenn sie in ihren Sälen hetzen,
sagt: »Ja und Amen – aber gern!
Hier habt ihr mich – schlagt mich in Fetzen!«
Und prügeln sie, so lobt den Herrn.
Denn Prügeln ist doch ihr Geschäft!
Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft.

Und schießen sie –: du lieber Himmel,
schätzt ihr das Leben so hoch ein?
Das ist ein Pazifisten-Fimmel!
Wer möchte nicht gern Opfer sein?
Nennt sie: die süßen Schnuckerchen,
gebt ihnen Bonbons und Zuckerchen …
Und verspürt ihr auch
in euerm Bauch
den Hitler-Dolch, tief, bis zum Heft –:
Küßt die Faschisten, küßt die Faschisten,
küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft –!

Text von textlog.de

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