September 1

Wahlwerbung: Die Partei!

Für den Inhalt der Wahlwerbung sind die jeweiligen Parteien verantwortlich, wobei die Partei „Die Partei“ die einzige Werbung macht, die ich wirklich sehen will. Das gilt besonders für die Arschkrampen von den „Faschistoiden Populisten Österreichs (FPÖ)“, die mich seit kurzem mit ihren Angst-und-Hass-Wahlwerbespots für die geistig Armen auf YouTube nerven. Das ist die selbe braune Scheiße, wie sie von der deutschen Partei „Antworten für Dumme (AfD)“ propagiert wird.

Allen, die jetzt sagen „Naja, an der FPÖ/AfD/NPD ist ja nicht alles schlecht“ oder „Nicht alle FPÖ-Wähler sind schlecht, da sind ja auch normale Leute dabei“ etc. und „Nazis boxen ist auch keine Lösung, man muss mit denen reden und sie überzeugen“, denen möchte ich diesen Text von Wiglaf Droste um die Ohren schlagen:

[…] Alle Welt sucht das Gespräch mit Rechtsradikalen. Warum? Haben sie einem etwas zu sagen? Ist nicht hinlänglich bekannt, was sie denken, fordern und propagieren? Wo liegt der beschworene aufklärerische Wert, wenn Henryk Broder in der `tageszeitung‘ Franz Schönhuber interviewt?

Muß man an jeder Mülltonne schnuppern? Niemand wählt Nazis oder wird einer, weil er sich über deren Ziele täuscht, – das Gegenteil ist der Fall; Nazis sind Nazis, weil sie welche sein wollen. Eine der unangenehmsten deutschen Eigenschaften, das triefende Mitleid mit sich selbst und den eigenen Landsleuten, aber macht aus solchen Irrläufern der Evolution arme Verführte, ihrem Wesen nach gut, nur eben ein bißchen labil etc., „Menschen“ jedenfalls, so Heinz Eggert, „um die wir kämpfen müssen“.

Warum? Das Schicksal von Nazis ist mir komplett gleichgültig; ob sie hungern, frieren, bettnässen, schlecht träumen usw. geht mich nichts an. Was mich an ihnen interessiert, ist nur eins: daß man sie hindert, das zu tun, was sie eben tun, wenn man sie nicht hindert: die bedrohen und nach Möglichkeit umbringen, die nicht in ihre Zigarettenschachtelwelt passen. Ob man sie dafür einsperrt oder sie dafür auf den Obduktionstisch gelegt werden müssen, ist mir gleich, und wer vom Lager (für andere) träumt, kann gerne selbst hinein.

Dort, in der deutschen Baracke, dürfen dann Leute wie Rainer Langhans, Wolfgang Niedecken und Christiane Ostrowski zu Besuch kommen und nach Herzenslust mit denen plaudern, zu denen es sie zieht.

Den Rest der Zeit werden die Berufsdeutschen ein wenig gequält: Verordneter Antifaschismus all night long! Fritz Teppisch spricht nicht unter drei Stunden! Aus den Lautsprechern dröhnt verjüdelte Negermusik! Pflichtlektüre: die schlechtesten Satiren von Ephraim Kishon! Rechte Winkel und Viervierteltakt sind bei Strafe verboten, die Haare werden nicht mehr geschnitten. Abends Talkshow mit Henryk Broder und Lea Rosh – es herrscht Teilnahmspflicht. Und dann geht es ruckzuck ohne Nachtisch ins Bett – zu Mister Long Dong Silver. So geht das.

Verbaler Antifaschismus ist Käse. Militant soll er sein, vor allem aber erfolgreich. Wenn sich dabei herausstellen sollte, daß es sich gegen 50, 60, 70, 80 oder 90 Prozent des deutschen Volkes richtet,
dann ist das eben so. Wo Nazis `demokratisch‘ gewählt werden können, muß man sie nicht demokratisch bekämpfen.Wiglaf Droste - Mit Nazis reden

Kann man sich (teilweise) auch von ihm auf YouTube vorlesen lassen.

 

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April 3

Musike am Montag – Kirchturmkandidaten von Jan Delay

Aktueller denn je….

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April 2

Kritisches Denken

Mein Lieblingszitat zu dem Thema Kritik ist immer noch folgendes:

Criticism may not be agreeable, but it is necessary.

It fulfils the same function as pain in the human body.

It calls attention to an unhealthy state of things.Sir Winston Churchill

Da mich das Thema schon seit -zig Jahren interessiert, neige ich dazu, auf fast alles zu klicken, was dazu durch meine Filterblase fliegt. So bin ich auch auf Psiram auf diesen interessanten Beitrag im NEUROLOGICALblog der New England Sceptical Society gestossen: „The Need for Ctritical Thinking„.

Moneyquote:

My point here is that (after the basics like reading) teaching critical thinking skills would probably be the most useful thing to teach students. Critical thinking is a skill and a habit that will stick with them for life, and be endlessly useful. Critical thinking should have an extremely high priority in education, at every level, much higher than it has now.Steven Novella, NEUROLOGICAblog

Genau das. Wenn sich zum Beispiel die PegidAfDioten oder Trumpisten mal die Mühe machen würden, die Positionen ihre Idole kritisch zu hinterfragen, würden sie vermutlich die Substanzlosigkeit, Menschenfeindlichkeit und/oder Unfinanzierbarkeit vieler Punkte durchschauen. Egal, ob man die zugrundeliegenden Positionen mag oder nicht, wenn man mal schaut, was diese Schwachstellen am Ende für Lösungen anbieten und diese mal genauer betrachtet, bricht der schöne Schein schnell zusammen.

Leider sind die rechten Demagogen wie Frau von Strolch, Bernd Höcke und Frau Kepetry oder auch St. Rache nicht so blöde wie ihre Anhänger, daher haben sie das Problem mit diesen unbequemen Hinterfragern und Kritikern früh erkannt. Der Narrativ der Lügenpresse, die Angriffe von Seiten der Presse im Vorfeld diskreditieren soll, spielt da genau so rein wie die Taktik, Sachthemen zu einem persönlichen Thema zu machen.

© erzählmirnix

Ich kann die Leute auf solchen Aufmärschen, die nicht interviewt werden wollen, verstehen, schließlich mag niemand bloßgestellt werden. Und bloßgestellt wird man schnell, wenn man einfach nur Sprechblasen und dumpfe, meinungsbasierte Hetze nachplappert. Natürlich kann man sich in einem Diskurs nicht verteidigen, wenn man sich in Wirklichkeit einen Scheiß auskennt und einfach nur die Gehirnwäsche der Hetzer auf dem Podium und ihrer Handlanger in den sozialen Medien nachplappert. Aber, wie bei anderen Themen auch, wird hier nicht die Verantwortung beim einzelnen Dampfplauderer oder bei denen, die ihm diesen Dampf in den Kopf gepustet haben, gesucht, sondern es werden diejenigen, die solche Positionen kritisch hinterfragen, als der Feind dargestellt.

Was sollte ein AfDler jemandem, der ihn mit der Absurdität von Schrödingers Bernd Höckes Asylantenbild (Ist ein arbeitsloser Sozialschmarotzer und gleichzeitig nimmt er den Doitschen ihre Arbeitsplätze weg) konfrontiert, auch sagen?

Schaut Euch die unerträglichen Geiferer an, die bei PegidAfD-Aufmärschen ihren Demagogen lauschen oder auf Fakebook und Twitter den vermeintlichen Gegner mit Hetze, Hass und Gewaltdrohungen überziehen. Das ist kein sachlicher Diskurs mehr, das ist schon lange auf einem persönlichen Level gelandet.

Ich schließe mich auch dem Schlußsatz des Artikels an:

But we also need to make sure this does not become a partisan issue. Teaching critical thinking cannot be seen as an attack against one tribe. Critical thinking is non-partisan. It is a universal skill that everyone should learn.Steven Novella

Ich denke, wenn mehr Leute mal gelernt (und nach der Schule auch weiterhin geübt) hätten, wie man sich mit einer Frage bzw. einem Thema kritisch beschäftigt, hätten die Populisten weniger Zulauf. Am Ende vom Tag gefährdet die Unfähigkeit, kritisch zu denken, auch die Demokratie, da eine Wahl nur funktioniert, wenn die Wahlberechtigten sich damit auseinandersetzen, was sie da wählen und in wie weit das, was die jeweiligen Kandidaten da versprechen, überhaupt machbar ist. Schaut Euch die Trump-Wahl an: Wer sich kritisch mit dem Programm des orangen Horrorclowns auseinandergesetzt hat, ist auf leere Phrasen und unrealisierbare oder unvernünftige Wunschvorstellungen gestoßen. Das scheint aber die Wähler nicht zu interessieren, mehr noch, eine Kritik an Trumpels gemeingefährlichen Aktionen nehmen sie persönlich.

Dieses persönlich-nehmen liegt meiner Meinung nach daran, dass mangels kritischer Reflexion auf der einen Seite und der Tatsache, dass eine verschissene Harmonie-Kultur in Firmen, Universitäten und im privaten Einzug gehalten hat, auf der anderen Seite, jegliche Kritik-Kultur den Bach runtergegangen ist. Wer heute zu viel Kritik übt, passt nicht mehr „in die Vision, die wir uns von unserer Firma haben“ (Grüße an die Gesichter aus den Führungsetagen: Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen!) oder in den Freundeskreis der Ja-Sager auf Fakebook. All die Safe-Space-Spinner und Harmonie-Süchtlinge werden sich umschauen, wenn die AfD-Pegidastapo vor der Tür steht und sie einlädt, sich doch mal in einem Erziehungslager die neuen Ideen der Höcke-Strolch-St. Rache-Führung anzuhören.

Abschließen möchte ich den vermutlich recht inkohärenten Beitrag heute mit dem Verweis auf einen Artikel von Dr. Nadja Hermann, die in ihrem wunderbaren Blog „erzählmirnix“ immer wieder Musterstücke für kritisches Denken postet: „AfD-Logik überwinden„, aus dem ich auch den Comic oben geklaut habe.

Schönen Sonntag!

PS: Kritisches Denken anzuregen ist übrigens einer der Gründe, warum ich Chaos macht Schule oder solche Veranstaltungen wie die Privacy Week unterstütze: Ich will, dass die Leute informiert werden und angeregt werden, selber ihren Umgang mit (digitalen) Medien zu hinterfragen, quasi mein Beitrag aus den Reihen der Partisanen.

PPS: Thema Safe Space: Am Anfang waren Safe Spaces dafür gedacht, einen sicheren Platz zu schaffen, in dem LBGT-Menschen nicht angefeindet werden und vor Hassrede etc. geschützt wurden. Diesen Gedanken finde ich richtig und wichtig! Ich finde es gut, wenn sich jeder an einem Diskurs beteiligen kann (so er das konstruktiv tun möchte), ohne dass er aufgrund seine sexuellen Ausrichtung, Identität etc. angegriffen wird. Was mir zu weit geht ist, wenn man bestimmte Themen nicht mehr diskutieren kann, weil jeder Idiot und sein Bruder für alles eine Trigger-Warnung braucht oder verstörende Inhalte gar nicht mehr besprochen werden, aus Angst, hinterher könne sich jemand beschweren. Wo, wenn nicht im Umfeld einer Bildungseinrichtung, sollte man denn den Umgang mit kontroversen Themen lernen? Beim AfD-Stammtisch? Auf Fakebook? Wenn ich mal Shaheen Pasha zitieren darf:

College is not a safe space. It was never intended to be. It is a place where debates can turn heated and ugly and the cruel realities of the world come crashing down on students, preparing them for the very real discourse they will face upon graduation. It is a time to grow out of the protective cocoon of childhood and face the fact that the world can be an unpleasant place.Shaheen Pasha, Assistant Professor M.S., Columbia University School of Journalism

Beim Safe Space geht es IMHO darum, dass jemand in einer Diskussion über das Schulfrühstück nicht wegen seiner Geschlechtsidentität, Hautfarbe, Religion oder sonstwas angegriffen wird, sondern nur sein Standpunkt in der Diskussion. Dennoch kann man eine Diskussion über solche Themen wie Religion etc. führen und man sollte auch die Möglichkeit haben, eine polarisierende Meinung zu vertreten.

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März 28

Parallelwelten kurz vorgestellt – Heute: David Sheldrick, 21, besorgt.

David Sheldrick ist besorgt. Sehr sogar. Er erwartet nicht viel vom Leben, wirklich nicht. Im Grunde will er nur Sicherheit. Ok, und ein Haus in der Nähe seines Arbeitsplatzes und zwei Autos. Leider auch Kinder. Auch wenn er die nur haben möchte, wenn er uns seine Ische ihre Jobs behalten können – das Risiko, dass sich die besorgten Gene von David verbreiten, besteht.

Wie dem auch sei. David ist 1995 geboren und zu doof, sich im Internet zurechtzufinden, was er daran festmacht, dass er mit seinem Handy nur arbeiten kann und es nicht schafft, „Bilder mit einem Filter hochzuladen“. David hat man nach zwölf Jahren Schule sein Abitur mehr oder weniger geschenkt, danach hat er an einer privaten FH seinen Bachelor im „International Business“ gemacht und war, wie es sich für ein vermutlich armes Arbeiterkind gehört, Mitglied in einer ebenso vermutlich rechten Studentenverbindung.

Derzeit ist sein Hauptproblem seine finanzielle Misere. Obwohl er und seine Frau beide sicher hart im „International Business“ arbeiten, werden sie zusammen mit lumpigen 5.000€ Netto im Monat abgespeist! Das reicht natürlich für nichts. „Auch die Aussicht, ein Haus kaufen zu können […] ist sehr gering. Wir können und nicht mal ein Auto kaufen.“ Und dabei bräuchte er sogar zwei!

Ganz klar, der Junge leidet und kann es nicht länger aushalten, dass die Leute gegen Globalisierung und Freihandelsabkommen sind und seine Kohle an irgendwelche Rentner verteilt wird, die gerade mal 63 sind. Also wird er sich politisch mal so richtig reinknien. Wenn jemand darauf wetten möchte, dass er sich einer sozialen/linken Partei anschliesst, schickt mit gerne Eure Wett-Angebote, ich persönlich habe da Bedenken, der besorgte David wird sich in seiner Ohnmacht wohl eher den anderen besorgten Bürgern wie Trixi von Strolch, Bernd Höcke und Frau Kepetry anschließen.

 

Link zum orginal Beitrag auf Zeit.de

 

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März 18

Mein Schatzssssss…..

Diese Bilder flogen vor zwei Jahren mal durch meine Filterblase mit dem Titel „Children From Around the World With Their Most Prized Possessions“ und damals wie heute halte ich diese Bilder für ebenso schön wie melancholisch:

Wie dem auch sei, ich frage mich manchmal, ob ich so Leute, die zum Beispiel gegen Flüchtlinge sind und meinen, die sollen alle im Meer verrecken oder in ihren zerbombten Städten bleiben, beneiden soll, weil in deren Kopf offensichtlich solche Bilder nicht hängen bleiben oder zumindest keine Empathie auslösen.

Ich kann so ein Bild nicht ansehen, ohne mir Gedanken zu machen, wie das Leben rundherum wohl aussehen mag.

Wie es Eltern gehen muss, die ihrem Kind gerne mehr bieten würden und nicht mal selber das nötigste haben. Wie ich selber handeln würde. Natürlich würde ich auch versuchen, irgendwas zu machen, in ein Land zu kommen, wo es nicht so scheiße ist (wenn ich in all dem Elend nicht schon aufgegeben hätte, aber mit Kindern ist das vermutlich anders).

Aber was, wenn man dann dort beschimpft wird, nicht arbeiten darf und dann, begleitet vom Gejohle des widerwärtigen PegidAfd-Mobs, in ein Flugzeug „nach Hause“ gesetzt wird? Andersrum: Wie kann man sehen, dass so etwas passiert, wie kann man wissen, dass Menschen leiden und sterben und dann solche Fickgesichter wie Bernd Höcke, Frau Kepetry, Hatsche Schtratsche oder diese Nachgeburt Grunz Wilders wählen, die sich für Herrenmenschen halten und selber in Wirklichkeit zum Bodensatz der Menschheit gehören?

There is no sin so great as ignorance. Remember this.Rudyard Kipling

 

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März 5

Das Wort zum Sonntag: Travel often; getting lost will help you find yourself.

This is your life.

Do what you want and do it often.

If you don’t like something, change it.

If you don’t like your job, quit.

If you don’t have enough time, stop watching TV.

If you are looking for the love of your life, stop; they will be waiting for you when you start doing things you love.

Stop over-analysing, life is simple.

All emotions are beautiful.

When you eat, appreciate every last bite.

Life is simple. Open your heart, mind and arms to new things and people, we are united in our differences.

Ask the next person you see what their passion is and share your inspiring dream with them.

Travel often; getting lost will help you find yourself.

Some opportunities only come once, seize them.

Life is about the people you meet and the things you create with them, so go out and start creating.

Life is short, live your dream and wear your passion.

Holstee Manifesto

 

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Februar 27

Musike am Montag: Die Gerd Show – FKK

Buyaka! Buyaka!

Text:

Liebe Freundinnen und Freunde
der Klasse von 99,
macht euch frei.
Am besten jetzt gleich.
Wenn ich euch einen wichtigen Ratschlag
für euer persönliches Wohlbefinden geben darf,
dann diesen:
Die langfristigen Vorteile von FKK
sind von Wissenschaftlern bewiesen worden.
Der Rest meiner Ratschläge
beruht auf meinen eigenen, persönlichen Erfahrungen.
Hier sind einige Tipps
für jeden Einzelnen:
Lass einfach mal Fünfe grade sein.
Hab Spaß an deinem Körper.
Benutz ihn wann immer es geht.
Treib gemischten Mannschaftssport,
mit Trikottausch, zusammen duschen, und allem Pipapo.
Schwitz.
Geh voll aus dir raus.
Swing.
Im Grunde musst du nur dir selbst treu bleiben.
Wenn du das hingekriegt hast,
verrat mir wie.
Gönn dir was.
Kauf dir im ALDI die Mortadella mit Gesicht;
Das Auge isst mit.
Finde dich gut.
Stell dich bei Familienfotos ganz nach vorn.
Zieh dir’n abgespaceten Fummel an
und stell die Optik auf unendlich.
So fällst du auf
wenn’s mal ’ne Erbschaft zu verteilen gibt.
In 20 Jahren wirst du auf diese Bilder zurückschauen
und dich in einer Weise sehen,
die dir unbegreiflich cool erscheint.
Sei unbestechlich und standhaft.
Gib leere Eierkartons zurück,
und überhaupt:
Kauf nur Eier von antiautoritären Hühnern.
Ob braun oder weiß,
egal, der Charakter zählt!
Schreib Liebesbriefe auf deinen Kontoauszügen
wenn du’s dir leisten kannst.
Damit bist du ganz weit vorne.
Denk immer daran:
Es gibt nichts Wichtigeres als Freundschaft.
Halt an deinen alten Freundschaften fest, pflege sie!
Bemüh dich um immer neue Freunde, so viele wie möglich.
So wirkst du bei Außenstehenden beliebter.
Sei weltoffen.
Wenn’s dir beim Chinesen geschmeckt hat,
lass einen fahren, dass die Kimme föhnt.
Sei selbstbewusst, lass die Wände wackeln.
Das befreit, und ist ein Lob für den Koch.
Also: Lasst Dampf ab, Brothers and Sisters.
Benutze Schnellrestaurants.
Kein lästiges „Bitte“ und „Danke“,
stabile Schnitzelpreise,
der Doppelkorn zieht dir die Falten aus dem Sack.
Schenk der Bedienung ein Lächeln, oder einen Zungenkuss.
Das solltest du beim Kebap-Mann aber vor dem Essen tun.
Geh aus dir raus.
Tanz den Ententanz und ruf laut:
„Hey ho, let’s go!“, oder „Buyaka buyaka!“
Fühl dich sexy dabei, Motherfucker.
Zieh deine Hose nicht sofort wieder an.
Mach die Nacht zum Tag.
Kümmer dich um die Frau deines Nachbarn;
Er hat Schichtdienst.
Geilomat
Mach Dir keine Sorgen.
Alles ist gut.
Du bist gut.
Du bist das Zentrum deines eigenen Kosmos.
Aber halt den Ball flach.
Versuch nicht die Abseitsregel zu erklären,
wenn du selbst keine Ahnung davon hast.
Bleib sauber,
Geruch und Fettfilz unten rum törnen echt ab.
Denk immer daran:
Schmuck ist nicht an jeder Stelle schön.
Und wenn Du damit mal hängen bleibst,
läuten die Glocken zum jüngsten Gericht.
Lass dir keinen einzelnen Schuh andrehen,
kauf immer zwei, die möglichst gut zueinander passen.
Rasier das Gestrüpp von den Beinen und aus den Achseln,
damit du siehst, wie das kommt.
Aber… lass Dir mal’n Schnurrbart stehen,
damit du weißt, was ich meine,
wenn vom „Schenkelbesen“ die Rede ist.
Hau mal so richtig auf die Kacke,
mit allen Schikanen.
Sei kein Mönch,
das Leben ist zu kurz für Abstinenz.
Wenn Du morgens Karussel fährst,
stell einfach ein Bein aus dem Bett,
aber tret nicht in den Eimer.
Respektier das Alter.
Fahr Senioren einfach nach Hause
und gib richtig Kette dabei.
Fahr links.
Lass ordentlich Gummi auf der Straße,
und nimm die Kurven schnittig.
Das imponiert,
und vermittelt eine flotte Lebenseinstellung.
Das Leben is schön!

Text gefunden auf Songtexte.com

Februar 23

Alle Wege führen zur Philosophie

There was an idea floating around that continuously following the first link of any Wikipedia article will eventually lead to “Philosophy.” This sounded like a reasonable assertion, one that makes a certain amount of sense in retrospect: any description of something will typically use more general terms. Following that idea will eventually lead… somewhere.Macher*innen von Xefer

Und das haben sie gemacht, es funktioniert in mehreren Sprachen und gibt dann eine Grafik aus, die mich an ein MindMap-Programm erinnert, das ich mal wirklich gerne benutzt habe und dann nie wieder gefunden habe… ich glaube, das hatte auch Java-Issues. Aber zurück zu ARLTP, das ist wirklich schön gemacht und ein nettes Spielzeug.

Gehört in minkorrekt 90: Science not silence!

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