Mai 19

Tool-Tipp: Grafische Texte mit picfont

Manchmal möchte man einen Slogan oder Witz nicht nur als Text in die Welt pusten, sondern so ähnlich wie „Nachdenkliche Sprüche mit Bilder“ das ganze in ein Bild verwandeln, sei es auch nur, um die 140-Zeichen-Begrenzung bei Twitter loszuwerden. Jetzt kann man natürlich einen Screenshot von Word machen, aber manchmal mag man es auch ästhetischer haben. Sowas brauchte ich heute und bin dabei auf http://picfont.com/ gestoßen. Sie bieten diverse Vorlagen mit Layout-Vorschlägen, die Möglichkeit, eigene Bilder als Hintergrund hochzuladen und ein paar Voreinstellungen für die gängigsten Banner-Formate für Social-Media-Gelöt

 

 

Im Editor schließlich kann man neben normalen Text auch Schmuckschriften, Cliparts, Formen, Filter und und und hinzufügen. Wirklich klasse Tool, wenn man mal schnell einen grafischen Text braucht und weder fancy Software noch einen Grafiker zur Hand hat. Das Ganze ist zudem noch gratis, was will man mehr?

 

Katgeorie:Internetz, Technisches | Kommentare deaktiviert für Tool-Tipp: Grafische Texte mit picfont
April 12

Tool-Tipp: Flowcharts auf draw.io

Ich wollte kürzlich ein Flußdiagramm machen, um ein paar Abläufe in einer Software zu verdeutlichen. Da ich das mit Office nur so meh hinbekommen habe, befragte ich die Ente und sie wies mich auf draw.io hin. Nachdem ich damit nun ein bisschen herumgespiet habe, kann ich es wirklich sehr empfehlen, zumal es gratis ist 🙂

Oberfläche draw.io

Man kann seine Flowcharts online bei diversen Cloud-Diensten wie Google oder Dropbox u.a. speichern. Die Oberfläche funktioniert nach etwas eingewöhnungszeit wirklich gut und bietet tatsächlich einige nette Atomatiken. Die Bibliothek von Symbolen ist wirklich umfangreich, so wie ich das sehe, deutlich umfangreicher als die Bordmittel von Office. Die schon erwähnten Automatiken machen das Leben etwas einfacher und ich habe keine Probleme mit der Stabilität (Firefox 52).

Hier noch ein Video, was in 82 Sekunden einen groben Überblick gibt, wobei es natürlich noch weitere Tutorials etc. zu dem Tool gibt.

 

April 4

Vimeo-Startseitenfund: Downward Dog.

Ich war seit langem mal wieder auf Vimeo und wirklich überrascht, dass ein Videoportal auf der Startseite auch gute Videos haben kann und nicht nur so Bibi-Prank-Scheiße für die bildungsfernen Schichten. Schön.

Hier eines von denen, die mir gefallen haben:

(Achtung, möglicherweise nicht ganz Happy-Peppi.)

Katgeorie:Internetz, Kleiner Drei | Kommentare deaktiviert für Vimeo-Startseitenfund: Downward Dog.
März 15

Verschwörungstheorien widerlegt: Adolf ist mit seiner Rechsflugscheibe abgehauen – FAKE!

Wer bis jetzt wußte, das Adi, der alte Sittenstrolch, sich damals mit seiner Reichsflugscheibe vor den Amis in Sicherheit gebracht hat, der irrt!

(Ganzer Beitrag (4:26))

Medienkompetenzübung beenden?

 

Katgeorie:Internetz, Maybe Funny, Medienkompetenz, WTF | Kommentare deaktiviert für Verschwörungstheorien widerlegt: Adolf ist mit seiner Rechsflugscheibe abgehauen – FAKE!
März 3

Wenn Sie das gelesen und verstanden haben, klicken Sie auf OK

Vor Jahren… vielen Jahren.. habe ich mal einen CAD-Kurs besucht. In diesem Kurs wurde DOGS verwendet (hier hat jemand die 5 1/4″-Disketten-Version ausgegraben, ich bilde mir ein, ich hätte meine Version damals(tm) sogar schon auf 3,5″-Disketten bekommen). *soifz*… wie dem auch sei: Was mir an diesem Programm in Erinnerung geblieben ist, ist der Text am Ende einiger Fehlermeldungen:

Wenn Sie diese Meldung gelesen und verstanden haben, klicken Sie auf OK.DOGS

Ich weiß noch, wie ich mich damals darüber gefreut habe 🙂 Jetzt, lumpige *hust*25*hust* Jahre später, wurde ich durch einen Artikel, der auf Twitter an mir vorbeirauschte, wieder daran erinnert.

In diesem Artikel geht es um eine Norwegische Webseite, die versucht, ihre Kommentarkultur auf einem gewissen Niveau zu halten. Die Webseite NRKbeta richtet sich an Techies bzw. handelt es sich sozusagen um die Technik-Rubrik der Staatlichen Rundfunkanstalt NRK. Normalerweise haben sie das Problem nicht, dass ihr Kommentare sich in Richtung Fakebook- oder Youtube-Niveau bewegen würden. Anders wird das wohl dann, wenn Artikel von ihnen auch auf der Startseite der NRK verlinkt werden, dann schwemmt es haufenweise besagte Fakebooker in ihre Richtung und die toben sich dann in altbekannter Manier in den Kommentaren aus. (Dramatisierte Schilderung). Was sie nun, vorerst im Beta-Test gemacht haben, ist, einen Multiple-Choice-Test quasi vor die Kommentarfunktion zu setzen. Sie wollen damit sicherstellen, dass der klassischen Wutbürger mit Schnappatmung den Artikel auch liest, bevor er seinen Senf dazu abgibt. Begonnen hat das wohl in einem Artikel über neue Gesetze zur Überwachung von Internet-Verkehr. (Das scheint auch die einfache Fassung zu sein, wenig Text, viele Bilder…)

Wenn man nun am Ende des Artikels kommentieren möchte, stößt man auf folgendes:

Google-Translated, daher evtl. sinnbefreit.

Hier geht es jetzt nicht darum, nur Experten zuzulassen, was dann wohl auch gegen Free-Speech und so verstoßen würde, sondern nur ums sinn-erfassende Lesen (Hah! PegidAfD-Gelumpe kann man damit also doch ausschließen!). Alle Fragen werden im Artikel auch beantwortet. Sie sagen, dass es zwei Gründe hat:

We thought we should do our part to try and make sure that people are on the same page before they comment. If everyone can agree that this is what the article says, then they have a much better basis for commenting on it.Ståle Grut @stalebg

und

If you spend 15 seconds on it, those are maybe 15 seconds that take the edge off the rant mode when people are commenting,Marius Arnesen @anarkistix

Ich finde den ersten Punkt wichtiger als den zweiten, aber beide valide. Was mich seitdem nicht mehr loslässt ist der Gedanke, dass so ein System ideal für Volksabstimmungen wäre. Nur wer vorher ein paar Verständnisfragen beantworten kann, darf auch abstimmen.

Das Konzept einer Demokratie setzt meiner Meinung nach voraus, das informierte Bürger sich für oder gegen etwas entscheiden bzw. etwas wählen können. Hier liegt der Hund begraben. „Informierte“ Bürger. Wenn man Interviews mit Trump-Wählern oder den Fans von Bernd Höcke und Frau Kepetry sieht, drängt sich schon der Eindruck auf, dass es hier mit dem Informiert-Sein nicht so weit her ist.

Mit so einer Vorabfrage bekommt man vielleicht keine besseren Ergebnisse, aber man könnte damit so etwas wie die Nummer nach dem Brxit-Votum verhindern, wo die Leute nachdem die Wahlergebnisse bekannt wurden, angefangen haben, mal zu googeln, um was es da eigentlich ging. Ich fände das gut. Man einigt sich auf eine sachliche Information zu dem Thema, die liegt auch in der Wahlkabine auf. Der Computer spuckt den Wahlzettel zum händischen Ausfüllen (ja, eh, Wahlcomputer stinken) nur aus, nachdem der Bürger seine Informiertheit bewiesen hat. Wo die FPÖ bzw. die AfD über 10% gekommen ist, kann man ja dann noch die Option einbauen, dass die Muppets einem was zum Thema vorsingen oder so. Multimedia zur Inklusion von Nazis muss ja nichts schlechtes sein, man hat ja auch einen Bildungsauftrag.


Hier sucht übrigens wer noch nach der Software DOGS.

Katgeorie:Allgemein, Internetz, Netzpolitik, Politik | Kommentare deaktiviert für Wenn Sie das gelesen und verstanden haben, klicken Sie auf OK
März 2

Ding-Dong, Ding-Dong, wer steht da vor der Tür?

Es sind ein paar Chinesen, mit einem Kasten Bier… oder Spammer, die meine Seite für ihre kriminellen Ziele missbrauchen wollen, wer kann das schon sagen?

Versuche, sich mit meinem User an meinem Blog anzumelden

Diese IP-Adresse gehört, wen würde es überraschen, einer Bude in Hangzhou, Zhejiang, China. Was ich spannend finde ist, dass es sich beim Besitzer der IP-Adresse anscheinend um eine Tochterfirma von Alibaba handelt. 

Aliyun Computing Co., Ltd. designs and develops operating systems for mobiles and tablets. The company is based in Hangzhou, China. Aliyun Computing Co., Ltd. operates as a subsidiary of Alibaba Group Holding Ltd.Bloomberg

Aber ich habe doch gar nichts wichtiges auf meiner Webseite?

Noch nicht, würde der Hacker jetzt sagen 🙂 Der Grund, warum z.B. WordPress-Seiten „gehackt“ werden, ist nicht das, was da jetzt drauf ist, sondern das, was danach auf der Webseite ist. Diese ganze Ransomware muss ja irgendwo gehostet werden, und natürlich will keiner, der sein Geld mit dem Erpressen von Viren-Opfern verdient, bei irgendeinem Provider seine persönlichen Daten hinterlegen, um eine Webseite dort hosten zu können. Außerdem hätte diese auch nicht so viel Traffic wie Du und die Besucher wären erst mal misstrauisch. Wenn sie aber auf Deiner Seite, die sie schon kennen, plötzlich auf eine Eingabeaufforderung stoßen, sind sie eher geneigt, OK zu klicken. Und zack, haben sie einen Virus an der Backe und machen dann noch Deinen Blog dafür verantwortlich – und Du wunderst Dich, warum Dein Blog plötzlich von Google nicht mehr zu erreichen ist und/oder die Besucher von ihrem Anti-Viren-Tool vollgelabert werden, wenn sie zu Dir wollen.

Ebenso zum Kreis der Bedürftigen zählen die Feld-Wald-Und-Wiesen-Spammer. Auch die brauchen eine „Landing-Page“, also eine Webseite, von der die Spam-Opfer dann auf die eigentliche Webseite weitergeleitet werden. Mittlerweile sind schon einige Leute so schlau, nicht auf einen Link in einer EMail zu klicken, wenn das Ziel nur aus einer IP-Adresse besteht oder ihnen Chinesisch vorkommt 😉 Wenn Sie da aber den Namen eines „vertrauenswürdigen“ Blogs lesen, werden sie auch hier eher bereit sein, zu klicken. Und Bäm! landen sie bei www.riesen-penisse-dank-günstiger-kredite.ru und müssen da Viagra und billige Uhren kaufen. Auch nicht schön. Auch hier möchte man als Blogger nicht damit in Verbindung gebracht werden.

OMGWTF oder: Was kann ich jetzt machen?

Naja, traurigerweise ist es nichts neues, dass in Ländern mit niedrigem Lohnniveau, akzeptabler technischer Ausstattung und einer Judikative, die bestenfalls fragwürdig genant werden kann, viele Menschen ihre Kleinkriminalität im Internetz ausleben. Mein Tipp an alle, die nicht so gerne ihren Webspace gratis mit Russen oder Chinesen teilen: Sichert ab, was geht! Ich nutze für WordPress zwei Anti-Spam-Tools (Akismet und Stop Spammers!) und sowie die Zwei-Faktor-Authentifizierung von Google. Dazu sollte man seinen Autoren-Zugang, dessen Username am einfachsten rauszufinden ist, nur mit den nötigsten Rechten ausstatten, falls er doch mal gehackt wird.

Hier ein paar Tipps, angeregt auch durch diesen Beitrag:

  • Auf Google nach site:deine.url suchen. Hier findest Du alles, was Google zu/unter Deiner URL kennt und da kannst Du eventuell sehen, ob es schon Unterseiten gibt, die Du nicht kennst.
  • Schaue regelmäßig in Dein Backend, ob Du Aktivitäten siehst, die Dir auffallen.
  • Schaue mit einem FTP-Client wie FileZilla (gibt es auch als portable Version) mal nach, was sich auf Datei-Ebene so auf Deinem Server tut.
  • Schaue auf die Traffic-Statistiken Deines Hosters, wenn da eine Datei plötzlich Bandbreite verballert, ist das ein gutes Zeichen für Probleme.
  • Fragt Googles Safe Browsing, ob sie Euch schon auf die Schliche gekommen sind 😉
  • Benutzt vernünftige Passwörter! Ich nutze KeePass, um sie zu verwalten, dank Google-Sync-Plugin auf allen meinen PCs (und als portable Version auf einem USB-Stick für Unterwegs). Ja, ich höre schon alle Sicherheitsgurus jaulen, und bin mir einiger Risiken solcher Lösungen durchaus bewusst. Ich bin mir aber auch bewusst, dass der Versuch, in der heutigen Welt für jeden Account, den man irgendwo anlegen muss, ein neues und sicheres Passwort zu verwende, ein feuchter Traum bleibt und die meisten User drei oder vier „Standard-Passwörter“ haben. Das gewöhnt man sich mit solchen Tools wie KeePass ab. Und Passwörter wie Iv;IQRi&a“GK.UNA:u,J merkt sich kein Schwein ohne Tool (das ist ein automatisch generiertes von KeePass)
  • Schalte ab, was Du nicht brauchst. Bei mir kann man sich nicht registrieren, schlicht und ergreifend, weil das nicht nötig ist. Plugins, die ich nicht brauche (oder nur selten) deinstalliere ich, damit keine Dateien herumfliegen, die wer-weiß-was machen. Deaktivieren halte ich (auch weil ich mich nicht auskenne) für gefährlicher, weil sie dann nicht mehr automtisch aktualisiert werden, die Dateien aber trotzdem auf meinem Server liegen und evtl. direkt aufgerufen werden können.
  • Nutze mindestens für den Admin-Zugang Zwei-Faktor-Authentifizierung. Bei WordPress ist das mit Bordmitteln mittlerweile zu machen! Du findest die Option im Benutzer-Profil. Die App fürs Handy, die diese OTP (One-Time-Passwords) dann generiert, gibt es gratis für IOS und Android.

Hafe fun & take care!

Katgeorie:Internetz, Medienkompetenz, Meta-Talk | Kommentare deaktiviert für Ding-Dong, Ding-Dong, wer steht da vor der Tür?