Januar 4

Film fürs Wochenende: All Creatures Welcome!

Der Kinofilm “All Creatures Welcome” bringt die Welt der Hacker und Nerds selbst technikfernen Zuschauern nahe. Und er will zeigen, wie vorbildlich Menschen miteinander umgehen können.”Anne Backhaus - Spiegel Online

Der („crowdgefundete“) Film „All Creatures Welcome“ der Filmemacherin Sandra Trostel bietet einen Einblick in die Welt des CCC aka Chaos Computer Clubs. Ich empfehle den Film trotz oder gerade wegen seines wenig technischen sondern eher Artsi-Fartsi-Zugangs zu dieser Welt. Ich könnte Euch jetzt auch noch ein Ohr abkauen, wie und was und bla, aber das haben andere schon besser gemacht. Zuerst wäre da mal der Artikel von Anne Backhaus auf SPON, hier nachzulesen. Dann gibt es noch einen Trailer, den ich, um Eure Bequemlichkeit zu fördern, hier mal direkt einbinde:

Dann gibt es noch den Talk von Sandra Trostel & Thies Mynther (u.a. Filmmusik) auf dem 35C3 (Chaos Communcation Congress 2018 in Leizig), den findet ihr am besten bei media.ccc.de. Wer die komplette Erfahrung haben möchte: Der Talk teilt sich in zwei Teile, am Anfang sprechen Sandra & Thies über den Film, dann wurde er gezeigt (da müsst ihr den Talk unterbrechen, etwa bei 16 Minuten, und den Film dann separat schauen, der wurde dort zwar gezeigt, ist aber nicht im Talk-Video) und danach gibt es eine Diskussion zum eben gesehenen.

So, nun den Film in seiner ganzen Pracht:

Cool finde ich auch, dass in Zukunft das Quellmaterial des Films zur Verfügung gestellt werden soll, so dass jeder seine eigene Version des Films zu machen. Ich denke, weitere Infos dazu findet Ihr auf der Webseite des Films unter http://www.allcreatureswelcome.net/.

PS: In diesem Zusammenhang hier noch eine unbedingte Hörempfehlung:

In Logbuch Netzpolitk Ausgabe 276 hat Linus Neuman mal erzählt, wie das/die Hilfsangebote des CCCs (Link lohnt sich auch, konkret geht es um die Schiedstelle weiter unten) für solche Veranstaltungen entwickelt wurde(n), im Detail um Entwicklung des letzten Jahres zum Umgang mit zwischenmenschlichen Problemen. Auch wenn einen eventuell das spezifische Problem nicht interessiert, finde ich es extrem lehrreich, sich mal anzuhören, wie die an das Thema herangegangen sind, also was sie sich für Gedanken gemacht haben, wie sie mit bestimmten Problemen umgehen wollen. Wirklich bemerkenswert, ich habe selten von einer professionelleren Arbeitsweise gehört. Da meine ich nicht unbedingt das Ergebnis, sondern den Prozess. Hier der Player, er startet direkt mit dem Kapitel, um das es geht (fängt etwas langsam an, aber gebt ihm ’ne Chance):

Schönes Wochenende, y’all!

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März 28

#KrebsIsCancer oder: Die Kraft, die aus dem Keller kommt.

Brian Krebs, ein Amerikanischer Journalist, hat in seinem Blog KrebsOnSecurity einen Beitrag über Coinhive veröffentlicht. Coinhive ist das Script, das, wenn Kriminelle es benutzen, manchmal Eure Lüfter angehen lässt, wenn Ihr lustige Webseiten besucht. Im Grunde mined es Cryptowährungen und benutzt dazu Eure Rechenleistung, ohne Euch zu fragen.

Kann man so machen, und da Coinhive bzw. die Technologie wohl tatsächlich auch von Kriminellen eingesetzt wird/werden kann, ist es ja auch OK, da mal etwas Licht drauf zu werfen. Was man allerdings nicht machen sollte, ist sogenanntes doxxing, also das veröffentlichen persönlicher Informationen von Leuten aus dem Internetz. In diesem Fall betraf es neben dem „Erfinder“ von Coinhive, einer der Gründer des Bilderbrettes pr0gramm, auch aktuelle Mitarbeiter dieser Plattform. Wer pr0gramm nun kennt weiß, dass Anonymität dort einen recht hohen Stellenwert hat. Cha0s, besagter Gründer, hat nachdem seine Adresse auf dem Board leakte, neben Morddrohungen auch einen 80kg Stahlofens zugesandt bekommen und sich irgendwann ein neues Betätigungsfeld gesucht (Coinhive u.A.). Nachdem die Mitarbeiter der Community so angepisst wurden, gab es kurz die Ansage, dass sie es nun auch nicht unbedingt nötig hätten, pr0gramm weiter zu betreiben und mal schauen wollten, wie sich das so alles entwickelt.

Das wiederum hat die „Kellerkinder“, wie sich pr0gramm-Nutzer gerne selber nennen, wenig erfreut. Wie üblich in solchen Fällen rasteten einige aus und hatten alle möglichen Ideen, was man denn nun tun könne, um seinem Unmut Luft zu machen.

Gamb, der amtierende Admin von pr0gramm, hat auch dazu Stellung bezogen:

Irgendwann in der Nacht zum 28. hatte der User xari die Idee, seinem Unmut auf Mr. Krebs durch eine Spende für die Krebshilfe auszudrücken und einen Screenshot davon zu posten. Er nutzte noch den Verwendungszweck „Lichterkette gegen Krebs“ und trat damit eine wahre Lawine an Spenden los.

 

Mittlerweile sind viele Tausend solcher Screenshots über Spenden an die Deutsche Krebshilfe, DKMS sowie den Krebshilfen in Österreich und der Schweiz hochgeladen worden.

(C) by Admonostrator

Auch auf Twitter geht das ganze derzeit im Minutentakt unter dem Hashtag #KrebsIsCancer wirklich ab. Als einer der ersten großen Medien berichtete Lars Wienand von t-online.de darüber, ich denke aber, es werden noch einige Medien folgen.

Alles in allem: Schöne Sache!

(c) Admonstrator

PS: Natürlich habe auch ich meinen Teil beigetragen, ich erspare Euch mal den Screenshot 🙂

PPS: Auch wenn die Falschen das Richtige tun, ist es immer noch das Richtige. Man muss pr0gramm weder mögen noch gutheissen, die Aktion bzw. Protestform finde ich dennoch gut.

PPPS: Ja, ich weiß, man schreibt nicht über das pr0gramm.

März 2

Video: Wie rechte Aktivisten Social-Media-Debatten manipulieren

Kontraste hat einen schönen Beitrag zum Thema rechte Interntetz-„Aktivisten“ gebracht, wo sie, ein bisschen oberflächlich leider, zeigen, wie die Nazis im Internetz hetzen und Stimmung machen. Was auch schon an anderer Stelle gezeigt wurde, wird auch hier thematisiert, nämlich dass sich überwiegend Rechte verabreden, um mittels multipler Accounts in sozialen Medien gezielt Stimmung zu machen, Ich finde das gerade im Angesicht der NoBillag-Kampagne in der Schweiz und den Angriffen der Österreichischen Nazis gegen den ORF besonders wichtig, mal zu sehen, wie toll so Social-Media als Nachrichtenquelle funktioniert. Nämlich gar nicht. Sieben Minuten, die sich lohnen.

Video-Seite der ARD

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August 29

PSA: Überwachungspaket verhindern!

Die Leute von EpicEnter.Works (ich trauere immer noch dem Namen AKVorrat nach) haben unter www.überwachungspaket.at wirklich schön alle Infos zum Thema Überwachungspaket aufbereitet, darum will ich hier nicht alles noch mal schreiben, nur soviel: Es gilt, die Umsetzung der Totalüberwachungsfantasien von Sobotka und seinen Spießgesellen zu verhindern. Weder die SMPFKAÖVP (Schmierige Maturanten Partei, formerly known as ÖVP) oder die Verräterpartei (Verräterpartei Liste Kern) werden von sich aus da viel verhindern, also ist jeder einzelne gefordert:


Oder, um mal Marco Pogo, einer der ganz großen Dichter unserer Zeit, zu zitieren:

Rasterfahndung – Lauschangriff – Überwachungsstaat

überoi nur Fetz’nschädeln – i hob de Scheiße satt!Turbobier - 'Kiwara'

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August 28

Musike am Montag: The Space Camp Song!

Urlaubszeit ist zu Ende, ich bin wieder da. Wie die meisten coolen Jungs war ich im Space Camp, eh klar. Brent Simon hat für alle, die nicht ganz so cool sind, ein Lied darüber gemacht:

Space Camp

Brent Simon

Some people like to camp next to a tree
Some people camp out in front of their TV
Some people camped out to see episode III
For some people that’s fine but it’s just not for me

At Space Camp excitement did abound
I flew so high without leavin the ground
In a simulator I broke the speed of sound
The multi-axis chair flipped me around

Carl Sagan sent a message to E.T.
Neil Armstrong walked in the Sea of Tranquility
Steve Squyers built spirit and opportunity
Dan Haylett upchucked in zero gravity

At Space Camp excitement did abound
I flew so high without leavin the ground
In a simulator I broke the speed of sound
The multi-axis chair flipped me around

 

via Minkorrekt

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Mai 19

Tool-Tipp: Grafische Texte mit picfont

Manchmal möchte man einen Slogan oder Witz nicht nur als Text in die Welt pusten, sondern so ähnlich wie „Nachdenkliche Sprüche mit Bilder“ das ganze in ein Bild verwandeln, sei es auch nur, um die 140-Zeichen-Begrenzung bei Twitter loszuwerden. Jetzt kann man natürlich einen Screenshot von Word machen, aber manchmal mag man es auch ästhetischer haben. Sowas brauchte ich heute und bin dabei auf http://picfont.com/ gestoßen. Sie bieten diverse Vorlagen mit Layout-Vorschlägen, die Möglichkeit, eigene Bilder als Hintergrund hochzuladen und ein paar Voreinstellungen für die gängigsten Banner-Formate für Social-Media-Gelöt

 

 

Im Editor schließlich kann man neben normalen Text auch Schmuckschriften, Cliparts, Formen, Filter und und und hinzufügen. Wirklich klasse Tool, wenn man mal schnell einen grafischen Text braucht und weder fancy Software noch einen Grafiker zur Hand hat. Das Ganze ist zudem noch gratis, was will man mehr?

 

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April 12

Tool-Tipp: Flowcharts auf draw.io

Ich wollte kürzlich ein Flußdiagramm machen, um ein paar Abläufe in einer Software zu verdeutlichen. Da ich das mit Office nur so meh hinbekommen habe, befragte ich die Ente und sie wies mich auf draw.io hin. Nachdem ich damit nun ein bisschen herumgespiet habe, kann ich es wirklich sehr empfehlen, zumal es gratis ist 🙂

Oberfläche draw.io

Man kann seine Flowcharts online bei diversen Cloud-Diensten wie Google oder Dropbox u.a. speichern. Die Oberfläche funktioniert nach etwas eingewöhnungszeit wirklich gut und bietet tatsächlich einige nette Atomatiken. Die Bibliothek von Symbolen ist wirklich umfangreich, so wie ich das sehe, deutlich umfangreicher als die Bordmittel von Office. Die schon erwähnten Automatiken machen das Leben etwas einfacher und ich habe keine Probleme mit der Stabilität (Firefox 52).

Hier noch ein Video, was in 82 Sekunden einen groben Überblick gibt, wobei es natürlich noch weitere Tutorials etc. zu dem Tool gibt.

 

April 4

Vimeo-Startseitenfund: Downward Dog.

Ich war seit langem mal wieder auf Vimeo und wirklich überrascht, dass ein Videoportal auf der Startseite auch gute Videos haben kann und nicht nur so Bibi-Prank-Scheiße für die bildungsfernen Schichten. Schön.

Hier eines von denen, die mir gefallen haben:

(Achtung, möglicherweise nicht ganz Happy-Peppi.)

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März 15

Verschwörungstheorien widerlegt: Adolf ist mit seiner Rechsflugscheibe abgehauen – FAKE!

Wer bis jetzt wußte, das Adi, der alte Sittenstrolch, sich damals mit seiner Reichsflugscheibe vor den Amis in Sicherheit gebracht hat, der irrt!

(Ganzer Beitrag (4:26))

Medienkompetenzübung beenden?
Die Wahrheit! MUSS MAN WISSEN! (Da findet Ihr die Auflösung zu dem Video, es ist eine Satire von 3Sat.

 

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