Januar 31

Verteidigung oder Propaganda?

Die Verteidiger hatten in ihren Plädoyers teilweise auf die Herkunft der Burschen hingewiesen. Frauen würden „dort einen anderen Stellenwert haben“. Dies sei keine Entschuldigung oder Rechtfertigung, aber es könne „bei der Ausführung der Tat eine Rolle gespielt haben“. Der Vertreter des jüngsten Angeklagten, der in U-Haft des öfteren Probleme mit weiblichen Justizwachebeamten hatte, wofür es laut Staatsanwältin bereits einen Strafantrag gibt, stellte die Frage in den Raum, ob sein Mandant aufgrund seiner Herkunft und anderen Sozialisierung überhaupt in der Lage sei, unsere Rechtsansichten zu verstehen. Deshalb habe dieser in der ersten Verhandlung gemeint, er „habe kein Gesetz gebrochen“.wien.orf.at

Also diese „Verteidigung“ finde ich wirksamer als jede AfD- oder FPÖ-Propaganda. Selbst wenn das jemanden (Richter, Staatsanwalt) in diesem Fall beeinflusst hat, gibt es meiner Meinung nach nur zwei Folgerungen: Entweder ist das flasch, dann handelt es sich wirklich um gut getarnte Rechte Propaganda, oder es ist richtig, dann… dann mache ich mir schon etwas Sorgen, was in manchen Herkunftsländern noch so Tradition ist, außer Frauenköpfe-an-Kloschüsseln-knallen und Gruppenvergewaltigungen. Und ich denke, dass der Staat, zumindest, wenn er der Argumentation der Verteidigung folgen würde, sich ernsthaft Gedanken machen muss, wie man Neuankömmlingen die hier herrschenden Grundwerte und -regeln möglichst umgehend vermittelt.

Quellen: Orf Wien und mit gleichem Wortlaut Nachrichten.at



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Veröffentlicht31. Januar 2017 von Frank in Kategorie "WTF