Januar 27

Wahlkrampf in Niederösterreich

In Niederösterreich wird morgen gewählt. Ich möchte noch mal schnell die drei Spitzenkandidaten vorstellen:

1. Die FPÖ mit Angst, Hass und Märchen as usual. Angst und Hass eh klar, und eines meiner Lieblingsmärchen in diesem Wahlkampf: 500 Euro Miete sind genug. So für alles? Also auch die Häuser der Parteigranden? Auch für das Loft im Ersten? Egal, einfach mal hinrotzen, die meisten werden schon nicken. Je schwammiger man vorher faselt, um so weniger kann man hinter auf irgendwas festgelegt werden.

Ach ja, der Grinsefuchs da ist gute Herr Landbauer, hauptsächlich bekannt geworden dadurch, dass er seit 17 Jahren (derzeit ruhend) in einer Burschenschaft ist, die in ihrem Liederbuch so ziemlich jedes noch so widerwärtige Nazi-Klischee bedienen. Nähere dazu im Falter (A).

Die Jugendorganisation der FPÖ, die FJ (wirklich! die heißen so!) war natürlich auch im Wahlkamp aktiv, bei deren Beiträgen ist allerdings jegliches Schamgefühl schon den Bach herunter gegangen:

Das Posting selber findet sich zwar nicht mehr auf deren Webseite, seine Authentizität scheint aber gesichert zu sein (A).

2. Die ÖVP, die gerne wieder zwei Klassen einführen möchte, die eine, die was nutzt und der es besser gehen soll, und die andere, die wirtschaftlich nichts mehr bringt und der es entsprechend schlechter gehen sollte, Vorschlag: Eine Klasse könnte man wie bei Marc-Uwe Kling in Qualityland „Die Nutzlosen“ nennen.

Der Rest ihrer Plakate beschränkt sich in meiner Wahrnehmung auf Gesichter mit dem wirklich bedeutenden Sloagen „wir XüberO  18“

3. Die SPÖ. Also, wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, die haben auch Qualityland gelesen und sich da für die Rolle der „Oppositionspartei“ entschieden. Anders kann ich mir die Werbekampagne „Clownerei, sei dabei!“ nicht erklären.

Ich denke, sie hätten statt die-zweite-meinung.at auch gleich die-zweite-geige.at als Webseite reservieren können.


Tja, alles recht überzeugend, finde ich. Ich habe hier in meiner Umgebung keine anderen Parteien wahrgenommen, ich bin mir nicht sicher, ob die überhaupt noch mitspielen. Es gibt ja den Spruch „Es kann der beste König nicht ordentlich regieren, wenn die Untertanen von minderer Qualität beschaffen sind. “ Hat mir mein Meister in der Ausbildung immer gesagt, ich weiß auch nicht genau, warum. Wie dem auch sei. Ich denke, hier kann man den auch umdrehen: „Es kann sich das beste Volk nicht ordentlich regieren lassen, wenn die Könige von minderer Qualität beschaffen sind.“

In diesem Sinne, wenn Ihr dürft, geht morgen wählen und schaut euch vorher mal an, was es da an Alternativen gibt, ich sehe da nur die Grünen oder die Neos, die irgendwie akzeptabel sind.

 

PS: Ach ja, liebe Badener, wenn Ihr denkt: „Ach, den Marschall kenne ich auch nicht, ich nehme den, was soll schon passieren.“ Dann würde ich sagen: Vieles. Neben der Gründung der EU-Austrittspartei hat er auch noch rund um die Wahl zum Bundespräsidenten rumgekaspert. Die grundlegende Richtung erkennt ihr, wenn Ihr auf seiner Webseite lest, was er am 02.09. letzten Jahres gemacht hat. Da hat er in Wien die U1 verlängert. Unter der Überschrift „2.9.2017: U-Bahn U1-Verlängerung durch Mag. Robert Marschall“ verlinkt er auf einen „Bericht“ der Postille Wien Konkret, die dann festhalten, dass er auch in der UBahn (gemeinsam mit dem  einfachen Volk, wie er sagt) war, als die das erste Mal diese Strecke gefahren ist. Diese Postille gehört ihm selber. Also: Grüne oder Neos. Sorry.



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Veröffentlicht27. Januar 2018 von Frank in Kategorie "Politik", "Social-Schmozial", "WTF