Februar 26

Das Wort zum Sonntag: Lupus est homo homini

Flüchtlingssterben im Mittelmeer – Danke, EU!

Es gibt einen Podcast von Metrolaut zum Thema Seenotrettung im Mittelmeer. Dieser Podcast dauert ein bisschen über zwei Stunden und ich kann ihn mehr als empfehlen. Oder auch nicht, wenn ihr nicht an der Frage verzweifeln wollt, warum Menschen aus politischen und monetären Gründen nicht nur in Kauf nehmen, das tausende anderer Menschen leiden und sterben, sondern das auch noch aktiv fördern.

Andererseits sagt auch der gute Dr. Thomas de Maizière in einem Interview: „Trotzdem: Auch wenn wir jetzt einige Wochen ein paar harte Bilder aushalten müssen, unser Ansatz ist richtig.“ In dem Interview ging es um den sogenannten Türkei-Deal. Dieser „Deal“ mit Erdolf Kurdenslayer ist zwar nur ein Teil der Aktionen, die Europäische Länder setzen, um die „Asylantenfrage“ einer „Endlösung“ zuzuführen, aber ich denke, er meinte auch solche Bilder:

(c) dpa / svz.de

oder sowas:

(c) SeaWatch

Ja, wenn man so in seinem Büro sitzt oder gemütlich zu Hause auf dem Sofa, oder gar bei einem leckeren Essen in einem schönen Restaurant, dann „muss man diese harten Bilder mal aushalten“. Wir wollen ja schließlich nicht, dass dieses Asylantenpack uns alles das wegnimmt, das schöne Büro, das bequeme Sofa und so weiter, nicht wahr? Oder das gar jemand von dem PegidAfD-Gelumpe uns nicht wählt, nur mal als Beispiel.

Zitat aus dem Podcast bei 39:38 „Jeder, der an dieser Europäischen Grenze stirbt, ist ein politisch gewollter Toter. So ist das.“ Diesen Satz von Ruben Neugebauer von Seawatch muss man erst mal sacken lassen. Ich möchte Euch den oben angesprochenen Podcast ebenso ans Herz legen wie die Webseite von SeaWatch, guter Startpunkt sind dort die 10 tragischsten Momente 2016, danach kann man eigentlich direkt auf die Spendenseite weiterklicken.

Für alle, die irgendwie keine zwei Stunden für den Podcast haben und auch lieber was mit bewegten Bildern sehen, kann ich diesen Beitrag von DemocracyNOW! empfehlen. Das ist ein Interview ebenfalls mit Ruben Neugebauer, der (auch) noch mal erklärt, warum man solche Bilder wie die da oben zeigen muss.

Because the european society has to acknowledge that kind of picture, because this picture is a result of our policy. It’s a result of the policy to shut down borders and to force people onto that boat. The European Union is using the Mediterranean Sea as its castle ditch (Burggraben) filling it up with dead bodies to scare of those who might come after them.Ruben Neugebauer

Bei 22:25 in dem Video kommt auch mal ein Flüchtling zu Wort, der erklärt, warum er das Risiko auf sich nimmt: „Wenn ich in meinem Land bleibe, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich sterbe, 100%. Wenn ich das hier versuche, vielleicht nur 50%“.

Genug Geschreibsel von mir für Heute. Also: Hört den Podcast, schaut das Video, spendet was, wenn ihr könnt! Für Hintergrundinformationen sei noch dieser Beitrag der Zeit empfohlen, der die Flüchtlingsrouten im April 2016 betrachtet (wirklich schön aufgearbeitet!)

Schönen Sonntag!

PS: Überschrift: Das ganze Zitat aus Asinaria von Plautus lautet „Lupus est homo homini, non homo, quom qualis sit non novit“ – Ein Wolf ist der Mensch dem Menschen, kein Mensch, wenn man sich nicht kennt.

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Februar 23

Alle Wege führen zur Philosophie

There was an idea floating around that continuously following the first link of any Wikipedia article will eventually lead to “Philosophy.” This sounded like a reasonable assertion, one that makes a certain amount of sense in retrospect: any description of something will typically use more general terms. Following that idea will eventually lead… somewhere.Macher*innen von Xefer

Und das haben sie gemacht, es funktioniert in mehreren Sprachen und gibt dann eine Grafik aus, die mich an ein MindMap-Programm erinnert, das ich mal wirklich gerne benutzt habe und dann nie wieder gefunden habe… ich glaube, das hatte auch Java-Issues. Aber zurück zu ARLTP, das ist wirklich schön gemacht und ein nettes Spielzeug.

Gehört in minkorrekt 90: Science not silence!

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Februar 22

Happy Times

Erinnert sich noch wer an die Cannonball-Filme? Also nicht den Quatsch von 1976 mit Carradine, sondern die Klassiker ab 1981 mit Burt Reynolds, Roger Moore, Farah Fawcett, Dean Martin, Sammy Davis Jr. und Frank Sinatra? Auf dem Highway ist die Hölle los (The Canonball Run, Trailer) und  Auf dem Highway ist wieder die Hölle los (The Cannonball Run II, Trailer). Vergessen wir mal den dritten Teil, der hat damit nichts zu tun, der hatte glaube ich nur in Deutschland einen ähnlichen Namen.

Die Bloopers haben Lust gemacht, zumindest den ersten Teil demnächst mal wieder zu sehen, ich kann aber auch beide Trailer empfehlen, die Filme waren wirklich hochkarätig besetzt. Erwähnte ich meine Schwäche für Kino-Trash aus den 80ern?

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Februar 21

Kickstarter-of-the-$timeperiod: Trumpeltroll

Fuckface Trumpeltroll
(c) Chuck Williams

Schönes Kickstarter-Projekt: Der Trumpeltroll aus Kunstharz. Für nur 25$ plus Versand kann man Besitzer dieser ansprechenden Figur werden, zum liebhaben, knuddeln, drauf-herum-stampfen, verkloppen und Voodoo-Benadeln. Wer kann dazu schon nein sagen?

Gefunden bei Schlecky Silberstein, der es von Nerdcore hatte. Nerdcore hat noch viel mehr schöne Bilder, btw!

Februar 20

Wie erkenne ich eigentlich eine wirklich beschissene „Zeitung“?

Das ist ganz einfach:

  1. Das Cover sieht aus wie eine perverse Mischung aus BILD und Bravo
  2. Sie publiziert so etwas:

What the fuck… Jetzt werden die Bekloppten nicht nur in Ihrer Fakebook-Filterblase mit so einer Scheiße überschüttet, sondern finden nun auch eine Bestätigung für Ihre kruden Theorien in dem, was für sie einer „Zeitung“ am nächsten kommt. Und dann wundert man sich, warum die Leute das Trumpeltier oder seine Gegenstücke in Österreich, den rechten Hobby-Alkoholiker aus Kärnten (R.I.P.) und dessen Nachgeburt, Seine Schmierigkeit St. Rache, wählen.

 

UPDATE 21.02.2017: Der Artikel wurde auf der Webseite von OE24 entfernt. Vermutlich war das „nur“ ein sogenannter Höcke, ein Werkzeug der PR, wo man Scheiße verbreitet um a) zu sehen, wie das vom Publikum aufgenommen wird, b) dem ganz blöden Teil seiner Anhänger zu zeigen, dass man sie nicht vergessen hat und c) langsam aber stetig die Grenzen des Sag- und Zeigbaren zu erweitern.

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Februar 16

Einmal mit Profis arbeiten…

So wenig ich ja meine lokale Freiwillige Feuerwehr mag für ihre unnötigen Prachtbauten, ihre überflüssigen Anschaffungen und ihr „Rettungseinsätze“ beim Bewässern des Kirchengrundstückes oder beim Fällen eines Baums im Garten eines Ehrenvorsitzenden (Es war ein schöner Sonntagnachmittag und Gefahr im Verzug (-> Regen?)), so sehr muss ich ihnen doch Respekt zollen für ihr professionelles Arbeiten. Wenn ich die Nassbirnen in diesem Video sehe (und da rede ich nicht von den Arschlöchern, die einfach wieder weg gefahren sind, ohne sich um den Fahrer zu kümmern, sondern um die „Feuerwehrleute“), bin ich wieder ein Stück weit dankbarer, dass diese Leute ihre Freizeit für auch meine Sicherheit opfern. Danke!

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