März 7

Die Erde ist angeblich keine Scheibe!

Ich habe gerade den (deutschsprachigen) Podcast „PsychCast“ entdeckt, nachdem er im Psiram-Wochenrückblick erwähnt wurde. Gerade höre ich die Episode über Homöpathie, aber empfehlen möchte ich als erstes die Episode „Die Erde ist keine Scheibe“. In dieser Episode geht es um die Komplexität der Welt und wie wir mit ihr umgehen. Ich kann die eine knappe Stunde jedem sehr ans Herz legen, ich werde sie auch noch ein zweites Mal hören, weil sie viele Dinge adressiert hat, die mich auch zeitweise umtreiben. Besonders gefallen hat mir die Geschichte mit den Joghurts. Ich will sie hier nicht wiederholen, aber es geht darum, dass mehr Auswahl einen nicht glücklicher macht. Ein wirklich interessanter Denkanstoß für mich, ich denke, ich werde dazu in der Zukunft noch mal was schreiben. Für heute nur: Hört den Podcast! Er ist sehr gut!

Für eine Kurzfassung zum Thema „Warum zu viel Auswahl nicht glücklicher macht“, sei hier noch der Ted-Talk von Barry Schwartz empfohlen:

Ach ja, der Titel des Podcasts und ein bisschen auch dieses Artikels hängt mit einem neuen Blog zusammen, das im Psychcast gefeatured wurde: Die Erde ist keine Scheibe.

Die Erde ist keine Scheibe.

In einer Zeit, die zunehmend dominiert ist von immer mehr Menschen, die Erkenntnisse der Wissenschaft in Abrede stellen, fühlen wir uns zu dieser Aussage genötigt. Wir wollen all den Reichsbürgern, Neo-Druiden, Gesundbetern und Trumps dieser Welt nicht kampflos die mediale Welt überlassen. Deshalb posten wir hier Artikel aus dem Bereich Medizin und Psychologie und nehmen den einen oder anderen Unsinn, dem wir im Netz begegnen, aufs Korn. Wo das geschriebene Wort nicht mehr hilft, greifen wir zum Äußersten und posten Comics und Cartoons. Wir, das sind mehrere Autoren und Blogger aus den Bereichen Medizin und Psychologie.Blog: Die Erde ist keine Scheibe

Klingt vielversprechend.

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März 6

Musike am Montag: Some Dad aka Kris Jones with an Tennessee Whiskey-Cover

So, a daughter filmed her dad doing some kind of carpool-karaoke:

Of course, that video has gone viral. Some time after that she and her dad were at Ellen, and it seems like he is a nice guy.

See the talk there:

and his performace at TheEllenShow:

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März 5

Das Wort zum Sonntag: Travel often; getting lost will help you find yourself.

This is your life.

Do what you want and do it often.

If you don’t like something, change it.

If you don’t like your job, quit.

If you don’t have enough time, stop watching TV.

If you are looking for the love of your life, stop; they will be waiting for you when you start doing things you love.

Stop over-analysing, life is simple.

All emotions are beautiful.

When you eat, appreciate every last bite.

Life is simple. Open your heart, mind and arms to new things and people, we are united in our differences.

Ask the next person you see what their passion is and share your inspiring dream with them.

Travel often; getting lost will help you find yourself.

Some opportunities only come once, seize them.

Life is about the people you meet and the things you create with them, so go out and start creating.

Life is short, live your dream and wear your passion.

Holstee Manifesto

 

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März 4

Was mache ich mit meinem Smartphone, wenn ich in einen Überwachungsstaat einreise?

Vice hat einen Artikel dazu geschrieben und ein Video gedreht:

Leider kann ich das Video nicht vernünftig(er) einbinden, aber mit dem Twitter-Gelöt sollte es dennoch gehen.

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März 3

Wenn Sie das gelesen und verstanden haben, klicken Sie auf OK

Vor Jahren… vielen Jahren.. habe ich mal einen CAD-Kurs besucht. In diesem Kurs wurde DOGS verwendet (hier hat jemand die 5 1/4″-Disketten-Version ausgegraben, ich bilde mir ein, ich hätte meine Version damals(tm) sogar schon auf 3,5″-Disketten bekommen). *soifz*… wie dem auch sei: Was mir an diesem Programm in Erinnerung geblieben ist, ist der Text am Ende einiger Fehlermeldungen:

Wenn Sie diese Meldung gelesen und verstanden haben, klicken Sie auf OK.DOGS

Ich weiß noch, wie ich mich damals darüber gefreut habe 🙂 Jetzt, lumpige *hust*25*hust* Jahre später, wurde ich durch einen Artikel, der auf Twitter an mir vorbeirauschte, wieder daran erinnert.

In diesem Artikel geht es um eine Norwegische Webseite, die versucht, ihre Kommentarkultur auf einem gewissen Niveau zu halten. Die Webseite NRKbeta richtet sich an Techies bzw. handelt es sich sozusagen um die Technik-Rubrik der Staatlichen Rundfunkanstalt NRK. Normalerweise haben sie das Problem nicht, dass ihr Kommentare sich in Richtung Fakebook- oder Youtube-Niveau bewegen würden. Anders wird das wohl dann, wenn Artikel von ihnen auch auf der Startseite der NRK verlinkt werden, dann schwemmt es haufenweise besagte Fakebooker in ihre Richtung und die toben sich dann in altbekannter Manier in den Kommentaren aus. (Dramatisierte Schilderung). Was sie nun, vorerst im Beta-Test gemacht haben, ist, einen Multiple-Choice-Test quasi vor die Kommentarfunktion zu setzen. Sie wollen damit sicherstellen, dass der klassischen Wutbürger mit Schnappatmung den Artikel auch liest, bevor er seinen Senf dazu abgibt. Begonnen hat das wohl in einem Artikel über neue Gesetze zur Überwachung von Internet-Verkehr. (Das scheint auch die einfache Fassung zu sein, wenig Text, viele Bilder…)

Wenn man nun am Ende des Artikels kommentieren möchte, stößt man auf folgendes:

Google-Translated, daher evtl. sinnbefreit.

Hier geht es jetzt nicht darum, nur Experten zuzulassen, was dann wohl auch gegen Free-Speech und so verstoßen würde, sondern nur ums sinn-erfassende Lesen (Hah! PegidAfD-Gelumpe kann man damit also doch ausschließen!). Alle Fragen werden im Artikel auch beantwortet. Sie sagen, dass es zwei Gründe hat:

We thought we should do our part to try and make sure that people are on the same page before they comment. If everyone can agree that this is what the article says, then they have a much better basis for commenting on it.Ståle Grut @stalebg

und

If you spend 15 seconds on it, those are maybe 15 seconds that take the edge off the rant mode when people are commenting,Marius Arnesen @anarkistix

Ich finde den ersten Punkt wichtiger als den zweiten, aber beide valide. Was mich seitdem nicht mehr loslässt ist der Gedanke, dass so ein System ideal für Volksabstimmungen wäre. Nur wer vorher ein paar Verständnisfragen beantworten kann, darf auch abstimmen.

Das Konzept einer Demokratie setzt meiner Meinung nach voraus, das informierte Bürger sich für oder gegen etwas entscheiden bzw. etwas wählen können. Hier liegt der Hund begraben. „Informierte“ Bürger. Wenn man Interviews mit Trump-Wählern oder den Fans von Bernd Höcke und Frau Kepetry sieht, drängt sich schon der Eindruck auf, dass es hier mit dem Informiert-Sein nicht so weit her ist.

Mit so einer Vorabfrage bekommt man vielleicht keine besseren Ergebnisse, aber man könnte damit so etwas wie die Nummer nach dem Brxit-Votum verhindern, wo die Leute nachdem die Wahlergebnisse bekannt wurden, angefangen haben, mal zu googeln, um was es da eigentlich ging. Ich fände das gut. Man einigt sich auf eine sachliche Information zu dem Thema, die liegt auch in der Wahlkabine auf. Der Computer spuckt den Wahlzettel zum händischen Ausfüllen (ja, eh, Wahlcomputer stinken) nur aus, nachdem der Bürger seine Informiertheit bewiesen hat. Wo die FPÖ bzw. die AfD über 10% gekommen ist, kann man ja dann noch die Option einbauen, dass die Muppets einem was zum Thema vorsingen oder so. Multimedia zur Inklusion von Nazis muss ja nichts schlechtes sein, man hat ja auch einen Bildungsauftrag.


Hier sucht übrigens wer noch nach der Software DOGS.

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März 2

Ding-Dong, Ding-Dong, wer steht da vor der Tür?

Es sind ein paar Chinesen, mit einem Kasten Bier… oder Spammer, die meine Seite für ihre kriminellen Ziele missbrauchen wollen, wer kann das schon sagen?

Versuche, sich mit meinem User an meinem Blog anzumelden

Diese IP-Adresse gehört, wen würde es überraschen, einer Bude in Hangzhou, Zhejiang, China. Was ich spannend finde ist, dass es sich beim Besitzer der IP-Adresse anscheinend um eine Tochterfirma von Alibaba handelt. 

Aliyun Computing Co., Ltd. designs and develops operating systems for mobiles and tablets. The company is based in Hangzhou, China. Aliyun Computing Co., Ltd. operates as a subsidiary of Alibaba Group Holding Ltd.Bloomberg

Aber ich habe doch gar nichts wichtiges auf meiner Webseite?

Noch nicht, würde der Hacker jetzt sagen 🙂 Der Grund, warum z.B. WordPress-Seiten „gehackt“ werden, ist nicht das, was da jetzt drauf ist, sondern das, was danach auf der Webseite ist. Diese ganze Ransomware muss ja irgendwo gehostet werden, und natürlich will keiner, der sein Geld mit dem Erpressen von Viren-Opfern verdient, bei irgendeinem Provider seine persönlichen Daten hinterlegen, um eine Webseite dort hosten zu können. Außerdem hätte diese auch nicht so viel Traffic wie Du und die Besucher wären erst mal misstrauisch. Wenn sie aber auf Deiner Seite, die sie schon kennen, plötzlich auf eine Eingabeaufforderung stoßen, sind sie eher geneigt, OK zu klicken. Und zack, haben sie einen Virus an der Backe und machen dann noch Deinen Blog dafür verantwortlich – und Du wunderst Dich, warum Dein Blog plötzlich von Google nicht mehr zu erreichen ist und/oder die Besucher von ihrem Anti-Viren-Tool vollgelabert werden, wenn sie zu Dir wollen.

Ebenso zum Kreis der Bedürftigen zählen die Feld-Wald-Und-Wiesen-Spammer. Auch die brauchen eine „Landing-Page“, also eine Webseite, von der die Spam-Opfer dann auf die eigentliche Webseite weitergeleitet werden. Mittlerweile sind schon einige Leute so schlau, nicht auf einen Link in einer EMail zu klicken, wenn das Ziel nur aus einer IP-Adresse besteht oder ihnen Chinesisch vorkommt 😉 Wenn Sie da aber den Namen eines „vertrauenswürdigen“ Blogs lesen, werden sie auch hier eher bereit sein, zu klicken. Und Bäm! landen sie bei www.riesen-penisse-dank-günstiger-kredite.ru und müssen da Viagra und billige Uhren kaufen. Auch nicht schön. Auch hier möchte man als Blogger nicht damit in Verbindung gebracht werden.

OMGWTF oder: Was kann ich jetzt machen?

Naja, traurigerweise ist es nichts neues, dass in Ländern mit niedrigem Lohnniveau, akzeptabler technischer Ausstattung und einer Judikative, die bestenfalls fragwürdig genant werden kann, viele Menschen ihre Kleinkriminalität im Internetz ausleben. Mein Tipp an alle, die nicht so gerne ihren Webspace gratis mit Russen oder Chinesen teilen: Sichert ab, was geht! Ich nutze für WordPress zwei Anti-Spam-Tools (Akismet und Stop Spammers!) und sowie die Zwei-Faktor-Authentifizierung von Google. Dazu sollte man seinen Autoren-Zugang, dessen Username am einfachsten rauszufinden ist, nur mit den nötigsten Rechten ausstatten, falls er doch mal gehackt wird.

Hier ein paar Tipps, angeregt auch durch diesen Beitrag:

  • Auf Google nach site:deine.url suchen. Hier findest Du alles, was Google zu/unter Deiner URL kennt und da kannst Du eventuell sehen, ob es schon Unterseiten gibt, die Du nicht kennst.
  • Schaue regelmäßig in Dein Backend, ob Du Aktivitäten siehst, die Dir auffallen.
  • Schaue mit einem FTP-Client wie FileZilla (gibt es auch als portable Version) mal nach, was sich auf Datei-Ebene so auf Deinem Server tut.
  • Schaue auf die Traffic-Statistiken Deines Hosters, wenn da eine Datei plötzlich Bandbreite verballert, ist das ein gutes Zeichen für Probleme.
  • Fragt Googles Safe Browsing, ob sie Euch schon auf die Schliche gekommen sind 😉
  • Benutzt vernünftige Passwörter! Ich nutze KeePass, um sie zu verwalten, dank Google-Sync-Plugin auf allen meinen PCs (und als portable Version auf einem USB-Stick für Unterwegs). Ja, ich höre schon alle Sicherheitsgurus jaulen, und bin mir einiger Risiken solcher Lösungen durchaus bewusst. Ich bin mir aber auch bewusst, dass der Versuch, in der heutigen Welt für jeden Account, den man irgendwo anlegen muss, ein neues und sicheres Passwort zu verwende, ein feuchter Traum bleibt und die meisten User drei oder vier „Standard-Passwörter“ haben. Das gewöhnt man sich mit solchen Tools wie KeePass ab. Und Passwörter wie Iv;IQRi&a“GK.UNA:u,J merkt sich kein Schwein ohne Tool (das ist ein automatisch generiertes von KeePass)
  • Schalte ab, was Du nicht brauchst. Bei mir kann man sich nicht registrieren, schlicht und ergreifend, weil das nicht nötig ist. Plugins, die ich nicht brauche (oder nur selten) deinstalliere ich, damit keine Dateien herumfliegen, die wer-weiß-was machen. Deaktivieren halte ich (auch weil ich mich nicht auskenne) für gefährlicher, weil sie dann nicht mehr automtisch aktualisiert werden, die Dateien aber trotzdem auf meinem Server liegen und evtl. direkt aufgerufen werden können.
  • Nutze mindestens für den Admin-Zugang Zwei-Faktor-Authentifizierung. Bei WordPress ist das mit Bordmitteln mittlerweile zu machen! Du findest die Option im Benutzer-Profil. Die App fürs Handy, die diese OTP (One-Time-Passwords) dann generiert, gibt es gratis für IOS und Android.

Hafe fun & take care!

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März 1

Kickstarter: MapForge – BattleMap-Creation-Software für Tabletop-RPGs

Hannes W. hat mich auf dieses Kickstarter-Projekt hingewiesen, was ich auch gleich unterstützen musste. Ich freue mich, dass endlich mal jemand frischen Wind in die Szene der Battle-Map-Erstellungssoftwaren bringt, schließlich ist das Interface von Campaign-Cartographer irgendwann in den 90ern stecken geblieben.

(c) Video und Vorschaubild: Battlegrounds Games, LLC

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Februar 28

AfD-Sucht bei Bloggern/mir?

Schlecky Silberstein hat einen lesenswerten Beitrag zur Frage, ob man über die Provokationen der Arschkrampen für Doitschland überhaupt berichten soll. Diese Fragestellung gibt es schon lange, ich kenne sie im Zusammenhang mit Selbstmorden (nicht berichten, um keine Nachahmer zu erzeugen) und auch Terror (Aufmerksamkeit in den Medien ist das Ziel der Terroristen). Auch stellen sich Linke normale Leute die Frage, ob man mit Nazis oder Rechten Überzeugungstätern überhaupt öffentlich diskutieren sollte, oder ob man sie damit nur validiert, also ihren Schwachsinn dadurch, dass man ihn für diskutabel hält, aufwertet. Ich glaube, mit bestimmten Leuten kann man nicht diskutieren.  In der taz vom 24.02. war ein Interview mit Mohamed Amjahid, einem Reporter des Zeit Magazins. Er wurde über sein Buch „Unter Weißen“ befragt, und an einer Stelle ging es darum, dass in einer seiner Lesungen ein Reporter des rechtspopulistischen Blattes Compact saß und wie er damit umgehe. Seine Antwort:

Konkret in diesem Fall: ignorieren. Man kann nicht mit jemandem diskutieren, der mich, meinen Körper, mich als Menschen ablehnt. Es kann keine Diskussion geben, wenn jemand sagt: Pack deine Sachen und geh nach Hause.MOHAMED AMJAHID

Ich sehe das ähnlich, also was die Frage angeht, ob man mit echten Nazis noch diskutieren sollte. Mittlerweile denke ich aber auch, das man versuchen sollte, die „angebräunten“ Unentschlossenen mit Argumenten zu versorgen, die vielleicht auch mal eine andere Seite zeigen, als die der AfDemagogen. Ob man dazu auf die Provokationen besagter Demagogen reagieren soll, auch wenn es nur sei, um sie zu widerlegen, habe ich für mich noch nicht abschließend beschlossen. Ich fühle auf jedem Fall mit Schlecky und sehe sein Video als guten Denkanstoß:

 

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Februar 27

Musike am Montag: Die Gerd Show – FKK

Buyaka! Buyaka!

Text:

Liebe Freundinnen und Freunde
der Klasse von 99,
macht euch frei.
Am besten jetzt gleich.
Wenn ich euch einen wichtigen Ratschlag
für euer persönliches Wohlbefinden geben darf,
dann diesen:
Die langfristigen Vorteile von FKK
sind von Wissenschaftlern bewiesen worden.
Der Rest meiner Ratschläge
beruht auf meinen eigenen, persönlichen Erfahrungen.
Hier sind einige Tipps
für jeden Einzelnen:
Lass einfach mal Fünfe grade sein.
Hab Spaß an deinem Körper.
Benutz ihn wann immer es geht.
Treib gemischten Mannschaftssport,
mit Trikottausch, zusammen duschen, und allem Pipapo.
Schwitz.
Geh voll aus dir raus.
Swing.
Im Grunde musst du nur dir selbst treu bleiben.
Wenn du das hingekriegt hast,
verrat mir wie.
Gönn dir was.
Kauf dir im ALDI die Mortadella mit Gesicht;
Das Auge isst mit.
Finde dich gut.
Stell dich bei Familienfotos ganz nach vorn.
Zieh dir’n abgespaceten Fummel an
und stell die Optik auf unendlich.
So fällst du auf
wenn’s mal ’ne Erbschaft zu verteilen gibt.
In 20 Jahren wirst du auf diese Bilder zurückschauen
und dich in einer Weise sehen,
die dir unbegreiflich cool erscheint.
Sei unbestechlich und standhaft.
Gib leere Eierkartons zurück,
und überhaupt:
Kauf nur Eier von antiautoritären Hühnern.
Ob braun oder weiß,
egal, der Charakter zählt!
Schreib Liebesbriefe auf deinen Kontoauszügen
wenn du’s dir leisten kannst.
Damit bist du ganz weit vorne.
Denk immer daran:
Es gibt nichts Wichtigeres als Freundschaft.
Halt an deinen alten Freundschaften fest, pflege sie!
Bemüh dich um immer neue Freunde, so viele wie möglich.
So wirkst du bei Außenstehenden beliebter.
Sei weltoffen.
Wenn’s dir beim Chinesen geschmeckt hat,
lass einen fahren, dass die Kimme föhnt.
Sei selbstbewusst, lass die Wände wackeln.
Das befreit, und ist ein Lob für den Koch.
Also: Lasst Dampf ab, Brothers and Sisters.
Benutze Schnellrestaurants.
Kein lästiges „Bitte“ und „Danke“,
stabile Schnitzelpreise,
der Doppelkorn zieht dir die Falten aus dem Sack.
Schenk der Bedienung ein Lächeln, oder einen Zungenkuss.
Das solltest du beim Kebap-Mann aber vor dem Essen tun.
Geh aus dir raus.
Tanz den Ententanz und ruf laut:
„Hey ho, let’s go!“, oder „Buyaka buyaka!“
Fühl dich sexy dabei, Motherfucker.
Zieh deine Hose nicht sofort wieder an.
Mach die Nacht zum Tag.
Kümmer dich um die Frau deines Nachbarn;
Er hat Schichtdienst.
Geilomat
Mach Dir keine Sorgen.
Alles ist gut.
Du bist gut.
Du bist das Zentrum deines eigenen Kosmos.
Aber halt den Ball flach.
Versuch nicht die Abseitsregel zu erklären,
wenn du selbst keine Ahnung davon hast.
Bleib sauber,
Geruch und Fettfilz unten rum törnen echt ab.
Denk immer daran:
Schmuck ist nicht an jeder Stelle schön.
Und wenn Du damit mal hängen bleibst,
läuten die Glocken zum jüngsten Gericht.
Lass dir keinen einzelnen Schuh andrehen,
kauf immer zwei, die möglichst gut zueinander passen.
Rasier das Gestrüpp von den Beinen und aus den Achseln,
damit du siehst, wie das kommt.
Aber… lass Dir mal’n Schnurrbart stehen,
damit du weißt, was ich meine,
wenn vom „Schenkelbesen“ die Rede ist.
Hau mal so richtig auf die Kacke,
mit allen Schikanen.
Sei kein Mönch,
das Leben ist zu kurz für Abstinenz.
Wenn Du morgens Karussel fährst,
stell einfach ein Bein aus dem Bett,
aber tret nicht in den Eimer.
Respektier das Alter.
Fahr Senioren einfach nach Hause
und gib richtig Kette dabei.
Fahr links.
Lass ordentlich Gummi auf der Straße,
und nimm die Kurven schnittig.
Das imponiert,
und vermittelt eine flotte Lebenseinstellung.
Das Leben is schön!

Text gefunden auf Songtexte.com

Februar 26

Das Wort zum Sonntag: Lupus est homo homini

Flüchtlingssterben im Mittelmeer – Danke, EU!

Es gibt einen Podcast von Metrolaut zum Thema Seenotrettung im Mittelmeer. Dieser Podcast dauert ein bisschen über zwei Stunden und ich kann ihn mehr als empfehlen. Oder auch nicht, wenn ihr nicht an der Frage verzweifeln wollt, warum Menschen aus politischen und monetären Gründen nicht nur in Kauf nehmen, das tausende anderer Menschen leiden und sterben, sondern das auch noch aktiv fördern.

Andererseits sagt auch der gute Dr. Thomas de Maizière in einem Interview: „Trotzdem: Auch wenn wir jetzt einige Wochen ein paar harte Bilder aushalten müssen, unser Ansatz ist richtig.“ In dem Interview ging es um den sogenannten Türkei-Deal. Dieser „Deal“ mit Erdolf Kurdenslayer ist zwar nur ein Teil der Aktionen, die Europäische Länder setzen, um die „Asylantenfrage“ einer „Endlösung“ zuzuführen, aber ich denke, er meinte auch solche Bilder:

(c) dpa / svz.de

oder sowas:

(c) SeaWatch

Ja, wenn man so in seinem Büro sitzt oder gemütlich zu Hause auf dem Sofa, oder gar bei einem leckeren Essen in einem schönen Restaurant, dann „muss man diese harten Bilder mal aushalten“. Wir wollen ja schließlich nicht, dass dieses Asylantenpack uns alles das wegnimmt, das schöne Büro, das bequeme Sofa und so weiter, nicht wahr? Oder das gar jemand von dem PegidAfD-Gelumpe uns nicht wählt, nur mal als Beispiel.

Zitat aus dem Podcast bei 39:38 „Jeder, der an dieser Europäischen Grenze stirbt, ist ein politisch gewollter Toter. So ist das.“ Diesen Satz von Ruben Neugebauer von Seawatch muss man erst mal sacken lassen. Ich möchte Euch den oben angesprochenen Podcast ebenso ans Herz legen wie die Webseite von SeaWatch, guter Startpunkt sind dort die 10 tragischsten Momente 2016, danach kann man eigentlich direkt auf die Spendenseite weiterklicken.

Für alle, die irgendwie keine zwei Stunden für den Podcast haben und auch lieber was mit bewegten Bildern sehen, kann ich diesen Beitrag von DemocracyNOW! empfehlen. Das ist ein Interview ebenfalls mit Ruben Neugebauer, der (auch) noch mal erklärt, warum man solche Bilder wie die da oben zeigen muss.

Because the european society has to acknowledge that kind of picture, because this picture is a result of our policy. It’s a result of the policy to shut down borders and to force people onto that boat. The European Union is using the Mediterranean Sea as its castle ditch (Burggraben) filling it up with dead bodies to scare of those who might come after them.Ruben Neugebauer

Bei 22:25 in dem Video kommt auch mal ein Flüchtling zu Wort, der erklärt, warum er das Risiko auf sich nimmt: „Wenn ich in meinem Land bleibe, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich sterbe, 100%. Wenn ich das hier versuche, vielleicht nur 50%“.

Genug Geschreibsel von mir für Heute. Also: Hört den Podcast, schaut das Video, spendet was, wenn ihr könnt! Für Hintergrundinformationen sei noch dieser Beitrag der Zeit empfohlen, der die Flüchtlingsrouten im April 2016 betrachtet (wirklich schön aufgearbeitet!)

Schönen Sonntag!

PS: Überschrift: Das ganze Zitat aus Asinaria von Plautus lautet „Lupus est homo homini, non homo, quom qualis sit non novit“ – Ein Wolf ist der Mensch dem Menschen, kein Mensch, wenn man sich nicht kennt.

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