Juli 22

Europa nicht den Leyen überlassen!

Meine These ist ja schon seit geraumer Zeit, dass alles, was links von der NSDAP AfD/FPÖ ist, vor Jahrzehnten von rechten Schläfern unterwandert wurde. Anders ist Linke Politik schon lange nicht mehr zu erklären. Sei es Schröder (SPD), der Hartz 4 einführte und sich dann von den Russen freihalten lässt (*) (Kern, der vorgeblich linke Ex-Kanzler aus Österreich versucht, es ihm nachzutun (*)); die Rot/Grüne Regierung Deutschlands, die einem Angriffskrieg ohne UN-Beschluss zustimmte(*); die „Spitzenpolitikerin“ aus Österreich, die direkt nach ihrer Karriere bei den Grünen zu Novomatic wechselte (*) bis hin zum SPÖ-Politiker, der nach der Ansage der Nazis, vorbeugende Haft für alle Ausländer einführen zu wollen, die ihnen verdächtig vorkommen, statt dagegen zu sein, gleich nachlegte und forderte, eine Sicherheitshaft (ein Schelm, wer da an Schutzhaft denkt) für alle suspekten Leute einzuführen (*).

Alles in allem ein Verein von Sackgesichtern, die seit Jahren ein lustige Mischung aus Nepotismus, Kleptokratie und Klientelpolitk betreiben. Sie machen sich und ihren Leuten die Taschen voll, scheißen auf die Bedürfnisse der Menschen und verarschen uns, wo es geht. Statt Klima- oder Pflegedebatte faseln sie von Migranten (Baby-Hitler Kanzler-Kind-Kurz war das beste Beispiel dafür, er hat das Talent, jedes Thema in drei Sätzen zu einem Asylanten-Problem zu machen) und der Notwendigkeit, den Fortbestand unseres Planeten wirtschaftlichen Sachzwängen unterzuordnen (wenn wir schon untergehen, dann doch wenigstens als Lohnsklaven!).

Aktueller Furz ins Gesicht der Wähler ist die Bestellung von Flinten-Uschi aka Zensursula (*) zur Kommissionspräsidentin der EU. Martin Sonneborn hatte das vor der Wahl ganz gut zusammengefasst:

Quelle: Twitter

 

Was dann passierte:

Gefunden bei r/de

Wer es lieber vorgelesen haben möchte, kann sich hier seinen Redebeitrag dazu im EU-Parlament anhören (nach der Wahl):

 

In diesem Sinne: Guten Start in die Woche!

 

Klientelpolitik
Aus der Wikipedia: „Klientelpolitik bezeichnet die Verfolgung einer Politik unter Ausklammerung des Gemeinwohls. Die handelnden Akteure verfolgen zu Gunsten ihrer Klientel eigene Interessen und treffen Entscheidungen, die auch zu Lasten der Allgemeinheit gehen können. Der Ausgleich verschiedener Teilinteressen wird zu Gunsten eines Einzelinteresses vernachlässigt.“
Ich denke, das fasst unsere Regierungen ganz gut zusammen.

 

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Dezember 21

Greta kackt dem Weltklimagipfel verbal auf den Tisch

Während wir hierzulande (AT) von einem Burschi mit Segelohren an die Industrie verhökert werden, scheint die Jugend in Schweden noch nicht ganz verloren zu sein. Die Aktivistin Greta Thunberg hatte die Gelegenheit, vor dem Weltklimagipfel in Polen ein paar Worte zu sagen. Das hat sie dann auch gemacht, und das, was sie gesagt hat, hatte mehr Hand & Fuß als alles, was ich aus Basti & Bumstis Mund je gehört habe:

My name is Greta Thunberg. I am 15 years old, and I’m from Sweden. I speak on behalf of Climate Justice Now! Many people say that Sweden is just a small country, and it doesn’t matter what we do. But I’ve learned that you are never too small to make a difference. And if a few children can get headlines all over the world just by not going to school, then imagine what we could all do together if we really wanted to.
But to do that, we have to speak clearly, no matter how uncomfortable that may be. You only speak of green eternal economic growth because you are too scared of being unpopular. You only talk about moving forward with the same bad ideas that got us into this mess, even when the only sensible thing to do is pull the emergency brake. You are not mature enough to tell it like it is. Even that burden you leave to us children.
But I don’t care about being popular. I care about climate justice and the living planet. Our civilization is being sacrificed for the opportunity of a very small number of people to continue making enormous amounts of money. Our biosphere is being sacrificed so that rich people in countries like mine can live in luxury. It is the sufferings of the many which pay for the luxuries of the few.
The year 2078, I will celebrate my 75th birthday. If I have children, maybe they will spend that day with me. Maybe they will ask me about you. Maybe they will ask why you didn’t do anything while there still was time to act. You say you love your children above all else, and yet you are stealing their future in front of their very eyes.
Until you start focusing on what needs to be done, rather than what is politically possible, there is no hope. We cannot solve a crisis without treating it as a crisis. We need to keep the fossil fuels in the ground, and we need to focus on equity. And if solutions within the system are so impossible to find, then maybe we should change the system itself.
We have not come here to beg world leaders to care. You have ignored us in the past, and you will ignore us again. We have run out of excuses, and we are running out of time. We have come here to let you know that change is coming, whether you like it or not. The real power belongs to the people.
Thank you.

Greta Thunberg

Schöne Sache! Bei dem fettgedruckten Teil frohlockte der Anarchist in mir direkt 🙂 Wie Greta auch, glaube ich zwar nicht, dass Reden bei den ganzen Klientelpolitikern noch hilft, aber ihr ziviler Ungehorsam (u.a. redet sie nicht nur vor Industrievertretern (vulgo: Politikern), sondern lässt Freitags Schule Schule sein und geht dafür lieber Demonstrieren) darf gerne als Beispiel für die Generation dienen, die noch nicht auf ihren Bürosesseln festgewachsen sind (ok, auch für alle anderen).

Wie ich gerne sage: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber sie stirbt.

In diesem Sinne, frohes Baumfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr, sollten wir uns vorher nicht mehr lesen!

via Fernsehersatz, Reddit
Deutscher Artikel dazu auf utopia.de

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August 1

Happy Earth Overshoot Day, Everybody!

Heute (01. August) ist der Tag des Jahres, an dem wir (die Menschheit) die Menge an Ressourcen verbraucht haben, die die Erde in diesem Jahr reproduzieren kann. Den Rest des Jahres leben wir von Reserven von Früher(tm) und scheißen die Welt der nächsten Generationen zu.

Earth Overshoot Day marks the date when we (all of humanity) have used more from nature than our planet can renew in the entire year.

We are using 1.7 Earths. We use more ecological resources and services than nature can regenerate through overfishing, overharvesting forests, and emitting more carbon dioxide into the atmosphere than ecosystems can absorb.Global Footprint Network

Würden alle so leben wie in Österreich, wär der Tag schon am 15. April gewesen; würden die Träume der AfD wahr (Deutschland ist eine Kugel), dann wäre es der zweite Mai gewesen.

Euren persönlichen Overshoot-Day könnt Ihr hier berechnen: http://www.footprintcalculator.org/

Meiner:

31.03. or 4.1 Earths
31. März (Hat zufällig wer 3,1 Erden über?)

 

Hier gibts noch ein (englischsprachiges) Erklärbär-Video zum Thema:

In diesem Sinne: Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut! Oder so.

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Juli 16

Über Menschen und unter Menschen – Heute: Europas dreckige Ernte

Wenn Ihr glaubt, dass wir Leute, die nicht die richtige Hautfarbe haben oder deren Sprache uns nicht gefällt, einfach nur im Meer ertrinken lassen, kann beruhigt sein: Ein paar lassen wir auch durchkommen, um sie dann auf den Arbeiterstrich zu zwingen, damit wir sie dann so richtig ausbeuten und wie Dreck behandeln können.

Wer nur durchskippt: Diese Slums ohne Kanalisation und voller Hütten aus Müll und Schrott sind nicht etwa in Syrien oder Afghanistan, sondern in Spanien oder Italien. Die Arbeiter, die hier ohne Schutzausrüstung Pestizide sprühen und sich zum Krüppel schuften, arbeiten nicht für böse Diktatoren, sondern für uns, für unseren Einkauf bei Spar, Edeka, Aldi etc.

Ich hoffe, das wir diese Erntehelfer bald durch AfD-, CSU-, ÖVP- und FPÖ-Wähler ersetzen können, damit diese die Bedeutung ihres Mottos „Geht’s der Wirtschaft gut, geht es allen gut“ mal am eigenen Leib erfahren können.

via KFM

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März 26

Die Vorhersage von A bis Z

Die IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services), ein Gruppe aus 550 Wissenschaftlern aus 100 Ländern und quasi eine Art „Rat für Biodiversität“, hat eine Untersuchung zum Thema Biodiverität vorgelegt, die auch einen Ausblick beinhaltet, den ich Euch nicht vorenthalten möchte:

The Americas (Nord- & Südamerika)

Hier liegen die wahren Schmankerln in der Vergangenheit:

  • 95% der Prärielandschaften in Agrarland verwandelt
  • obwohl sie nur 13% der Weltbevölkerung stellen verbrauchen sie 40% der Leistung des Ökosystems unseres Planeten
  • 66%-88% der Tropenwälder und 17% des Regenwaldes wurden sein der Europäischen Besiedlung entweder zerstört oder „domestiziert“
  • mehr als 50% der US-Amerikanischen Feuchtgebiete zerstört
  • uvm.

Der Ausblick:

  • 20% Bevölkerungswachstum bis 2050
  • 100% Wirtschaftswachstum (GDP) bis 2050, was den Verlust der Biodiversität beschleunigen wird
  • 40% weniger Biodiversity (Artenvielfalt) bis 2050

Afrika

  • Mehr als 50% der Afrikanischen Vögel- und Säugetierarten werden bis 2100 verloren sein.
  • „Produktivität“ der Seen geht um 20-30% bis 2100 zurück
  • Bevölkerung verdoppelt sich etwa auf 2,5 Milliarden Menschen bis 2050, davon werden mehr als die Hälfte in Städtischen Umgebungen leben (2003 waren es noch 39%)

Asien/Pazifik

  • Rückgang der nutzbaren Fischbestände bis 2048 auf Null (0, zero, nada, nüscht mehr über)
  • 90% der Korallenriffe werden 2050 massiv beschädigt sein, selbst wenn nur die positiven Klimavorhersagen eintreffen
  • 24% der Säugetiere und 29% der Vogelarten werden in den nächsten Dekaden aussterben, derzeit sind schon 37% der Aquatischen Lebensformen sowie 25% aller endemischen Arten vom Aussterben bedroht.
  • Ca. 45% aller Lebensräume und Arten gehen bis 2050 verloren

Europa / Zentralasien

Das ist etwas komplexer (bzw. wir sind schon weiter), daher eine Mischung aus Status und Vorhersage:

  • Rückgang der Fischarten um 70% im letzten Jahrzehnt
  • Rückgang Amphibischer Arten um 60% im letzten Jahrzehnt
  • 37% der Süßwasserfischarten vom Aussterben bedroht (Westeuropa)
  • Vielfalt der Agrarprodukt ist seit 1950 um 20% zurückgegangen
  • 51% der Feuchtgebiete in West- und Zentraleuropa wurden sein 1970 vernichtet
  • Die Bodenerosion in der EU beträgt 25%, was zusammen mit der geringeren Verfügbarkeit von Biomasse im Boden die Produktion von Nahrungsmitteln gefährden kann

Dazu passt:

  • In Zentraleuropa verbraucht jeder Mensch Naturkapazität* von 3,6ha (36.000m²), pro Nase gibt es aber nur 2,1ha
  • In Osteuropa verbraucht jeder Mensch Naturkapazität* von 4,8ha (48.000m²), pro Nase gibt es derzeit 5,3ha (Jay!)
  • In Zentralasien verbraucht jeder Mensch Naturkapazität* von 3,4ha (34.000m²), pro Nase gibt es hier sogar nur 1,7ha

 

Alles in allem eine Runde Sache. Den Bericht, aus dem die Zahlen stammen, habe ich hier als PDF, hier ist die Webseite der IPBES dazu und hier der Artikel in der taz, der mich inspiriert hat (und die sich die Mühe gemacht haben, in dem Bericht auch was positives zu finden, was dann doch sehr bemüht wirkt)

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Start in die Woche!

(*) Mit Naturkapazität ist der Ökologische Fußabdruck gemeint, laut Wikipedia: „Unter dem ökologischen Fußabdruck (auch englisch Ecological Footprint) wird die Fläche auf der Erde verstanden, die notwendig ist, um den Lebensstil und Lebensstandard eines Menschen (unter den heutigen Produktionsbedingungen) dauerhaft zu ermöglichen. Er wird als Nachhaltigkeitsindikator bezeichnet. Das schließt Flächen ein, die zur Produktion von Kleidung und Nahrung oder zur Bereitstellung von Energie benötigt werden, aber z. B. auch zur Entsorgung von Müll oder zum Binden des durch menschliche Aktivitäten freigesetzten Kohlenstoffdioxids.

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Januar 30

Fat-Cat-Day & Bonis für die Elite.

Das Konzept des Fat-Cat-Days kannte ich noch gar nicht. Erfunden bzw. erdacht von einem britischen Think-Tank ist es der Tag im Jahr, an dem ein Vorstandschef so viel Geld verdient hat, wie ein durchschnittlicher britischer Vollzeitbeschäftigter im ganzen Jahr. Dieses Jahr war es der vierte Januar. Da hatten die fleißigen Bienen aus der Chefetage etwa 33.000€ „erwirtschaftet“. Wenn man den Neujahrstag noch abzieht, haben sie dafür knallharte drei Tage gebuckelt. Setzt man 12 Stunden am Tag an (höhöhö… als ob…), dann macht das abzüglich Mittagspausen einen guten Tausender die Stunde. Bestimmt gerechtfertigt. In Österreich ist das laut Standard deutlich besser, hier müssen die Cheffinenzen sich anstrengende sechs Arbeitstage reinknien – alles Kandidaten für die Hackler-Regelung. Details zum Thema Fat-Cat-Day gibt’s in einem Artikel des Standards.

Wo wir grade beim Thema sind: Die Deutsche Bank hat ihren Bankstern für 2017 mehr als eine Milliarde Euro Bonis gezahlt. Im Grunde nicht viel, das können 1250 Supermarkt-Verkäuferinnen auch gemeinsam beiseite legen. Wenn Sie 46 Jahre jedes Jahr 220 Tage â acht Stunden arbeiten gehen. Und ihre geschätzten 10 Euro pro Stunde immer komplett auf die Bank bringen. Das Ganze ist auch eigentlich nur deshalb in die Presse gekommen, weil die Deutsche Bank letztes Jahr Verluste gemacht hat und dennoch die Bonis von 500Mio auf über eine Milliarde angehoben hat. 2015 waren es allerdings stolze 2,4 Milliarden Euro, das wird die Herren über das Gröbste hinweggetröstet und geholfen haben, die harte Zeit zu überstehen.

Begündung der Bankster war, da würden „die besten Leute gehen“, wenn sie nicht gezahlt hätten. Sie haben mit diesen „besten Leuten“ allerdings Verluste gemacht, in anderen Branchen würden einige Leute da vielleicht eine Diskrepanz sehen, aber Bankster haben sich ja noch nie für Logik oder Verhältnismäßigkeit interessiert. Wenn meine Gelddruckmaschine Verluste machen würde, würde ich ja denken, dass die besten Leute wohl schon letztes Jahr gegangen sind…

Quelle u.a. der ORF

Zum Abschluss noch folgendes „Werbeplakat“ einer Künstlergruppe, dass mich an den Wahlkampf die letzten Wochen und diese Geschichten denken lässt:

Es handelt sich anscheinend bei diesen Postern um eine Aktion der Künstlergruppe Dies Irae (Fakebook-Link), hier gibts mehr von Ihnen.

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