September 3

Musike am Montag: Böhse Onkelz – Deutschland im Herbst

Erschienen ist der heutige Song vor 25 Jahren, 1993 auf dem Album „Weiß“ unter direkter Bezugnahme auf die Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen im Jahre 1992. 

Politikern und Medien wird dabei vorgeworfen, durch eine zum Teil populistische Kampagne die Stimmung gegen Ausländer angeheizt und so Ausschreitungen wie denen in Rostock-Lichtenhagen den Boden bereitet zu haben.Wikipedia

No shit, Sherlock! Ich denke, wir können festhalten, dass sich daran bis heute nichts geändert hat.

Böhse Onkelz – Deutschland im Herbst (1993, Album: Weiß, Musik-Wiki dazu)

(Nachrichtensprecher) Rostock. Nach den gestrigen Ausschreitungen vor der zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Mecklenburg-Vorpommern lieferten sich auch heute rund eintausend, meist jugendliche Rechtsradikale Straßenschlachten mit der Polizei. Bei den zum Teil bürgerkriegsähnlichen Krawallen gingen die Randalierer mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern gegen die Sicherheitskräfte vor. Mehr als 110 Beamte wurden zum Teil schwer verletzt. Die Rechtsradikalen, die aus dem ganzen Bundesgebiet anreisten, drangen in das Erdgeschoss des Asylantenwohnheims ein, und steckten, unter dem Beifall von rund 2000 Schaulustigen, Wohnungen in Brand. Die Polizei nahm 60 Personen fest. Das Ausland reagierte, in Erinnerung an das nationalsozialistische Deutschland, auf die anhaltenden Unruhen im Stadtteil Lichtenhagen, mit Sorge über zunehmenden Fremdenhass.

Ich sehe alle gegen alle
Jeder gegen jeden
Keine Achtung vor sich selbst
Keine Achtung vor dem Leben
Ich sehe blinden Hass, blinde Wut
Feige Morde, Kinderblut
Ich sehe braune Scheiße töten
Ich sehe Dich…

Deutschland im Herbst
[…]

Ich höre weiße Geräusche
Rassenreine Lieder
Ich höre hirnlose Parolen
Von Idioten und Verlierern
Ich hör‘ die Lügen der Regierung
Die Lüge eures Lebens
Ich hör‘ die Lüge über uns
Ich höre Dich…

Deutschland im Herbst
[…]

Juli 16

Über Menschen und unter Menschen – Heute: Europas dreckige Ernte

Wenn Ihr glaubt, dass wir Leute, die nicht die richtige Hautfarbe haben oder deren Sprache uns nicht gefällt, einfach nur im Meer ertrinken lassen, kann beruhigt sein: Ein paar lassen wir auch durchkommen, um sie dann auf den Arbeiterstrich zu zwingen, damit wir sie dann so richtig ausbeuten und wie Dreck behandeln können.

Wer nur durchskippt: Diese Slums ohne Kanalisation und voller Hütten aus Müll und Schrott sind nicht etwa in Syrien oder Afghanistan, sondern in Spanien oder Italien. Die Arbeiter, die hier ohne Schutzausrüstung Pestizide sprühen und sich zum Krüppel schuften, arbeiten nicht für böse Diktatoren, sondern für uns, für unseren Einkauf bei Spar, Edeka, Aldi etc.

Ich hoffe, das wir diese Erntehelfer bald durch AfD-, CSU-, ÖVP- und FPÖ-Wähler ersetzen können, damit diese die Bedeutung ihres Mottos „Geht’s der Wirtschaft gut, geht es allen gut“ mal am eigenen Leib erfahren können.

via KFM

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Mai 9

Bewiesen: Der demente Mauerfetischist wird uns alle umbringen.

Hier sind neue Beweise, dass der demente Trottel, der gerade in Amerika den Popanz gibt, in einem früheren Leben schon mal alles verschissen hat:

1. Das Trumpeltier ist eine Inkarnation von B.P. Richfield, as proofed here:

2. Und wir alle wissen, wie das geendet hat:

(Diese Szene war das Ende der Serie The Dinosaurs)

Tja… trotzdem schönen Feiertag morgen!

Inspiriert vom Fernsehersatz

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März 26

Die Vorhersage von A bis Z

Die IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services), ein Gruppe aus 550 Wissenschaftlern aus 100 Ländern und quasi eine Art „Rat für Biodiversität“, hat eine Untersuchung zum Thema Biodiverität vorgelegt, die auch einen Ausblick beinhaltet, den ich Euch nicht vorenthalten möchte:

The Americas (Nord- & Südamerika)

Hier liegen die wahren Schmankerln in der Vergangenheit:

  • 95% der Prärielandschaften in Agrarland verwandelt
  • obwohl sie nur 13% der Weltbevölkerung stellen verbrauchen sie 40% der Leistung des Ökosystems unseres Planeten
  • 66%-88% der Tropenwälder und 17% des Regenwaldes wurden sein der Europäischen Besiedlung entweder zerstört oder „domestiziert“
  • mehr als 50% der US-Amerikanischen Feuchtgebiete zerstört
  • uvm.

Der Ausblick:

  • 20% Bevölkerungswachstum bis 2050
  • 100% Wirtschaftswachstum (GDP) bis 2050, was den Verlust der Biodiversität beschleunigen wird
  • 40% weniger Biodiversity (Artenvielfalt) bis 2050

Afrika

  • Mehr als 50% der Afrikanischen Vögel- und Säugetierarten werden bis 2100 verloren sein.
  • „Produktivität“ der Seen geht um 20-30% bis 2100 zurück
  • Bevölkerung verdoppelt sich etwa auf 2,5 Milliarden Menschen bis 2050, davon werden mehr als die Hälfte in Städtischen Umgebungen leben (2003 waren es noch 39%)

Asien/Pazifik

  • Rückgang der nutzbaren Fischbestände bis 2048 auf Null (0, zero, nada, nüscht mehr über)
  • 90% der Korallenriffe werden 2050 massiv beschädigt sein, selbst wenn nur die positiven Klimavorhersagen eintreffen
  • 24% der Säugetiere und 29% der Vogelarten werden in den nächsten Dekaden aussterben, derzeit sind schon 37% der Aquatischen Lebensformen sowie 25% aller endemischen Arten vom Aussterben bedroht.
  • Ca. 45% aller Lebensräume und Arten gehen bis 2050 verloren

Europa / Zentralasien

Das ist etwas komplexer (bzw. wir sind schon weiter), daher eine Mischung aus Status und Vorhersage:

  • Rückgang der Fischarten um 70% im letzten Jahrzehnt
  • Rückgang Amphibischer Arten um 60% im letzten Jahrzehnt
  • 37% der Süßwasserfischarten vom Aussterben bedroht (Westeuropa)
  • Vielfalt der Agrarprodukt ist seit 1950 um 20% zurückgegangen
  • 51% der Feuchtgebiete in West- und Zentraleuropa wurden sein 1970 vernichtet
  • Die Bodenerosion in der EU beträgt 25%, was zusammen mit der geringeren Verfügbarkeit von Biomasse im Boden die Produktion von Nahrungsmitteln gefährden kann

Dazu passt:

  • In Zentraleuropa verbraucht jeder Mensch Naturkapazität* von 3,6ha (36.000m²), pro Nase gibt es aber nur 2,1ha
  • In Osteuropa verbraucht jeder Mensch Naturkapazität* von 4,8ha (48.000m²), pro Nase gibt es derzeit 5,3ha (Jay!)
  • In Zentralasien verbraucht jeder Mensch Naturkapazität* von 3,4ha (34.000m²), pro Nase gibt es hier sogar nur 1,7ha

 

Alles in allem eine Runde Sache. Den Bericht, aus dem die Zahlen stammen, habe ich hier als PDF, hier ist die Webseite der IPBES dazu und hier der Artikel in der taz, der mich inspiriert hat (und die sich die Mühe gemacht haben, in dem Bericht auch was positives zu finden, was dann doch sehr bemüht wirkt)

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Start in die Woche!

(*) Mit Naturkapazität ist der Ökologische Fußabdruck gemeint, laut Wikipedia: „Unter dem ökologischen Fußabdruck (auch englisch Ecological Footprint) wird die Fläche auf der Erde verstanden, die notwendig ist, um den Lebensstil und Lebensstandard eines Menschen (unter den heutigen Produktionsbedingungen) dauerhaft zu ermöglichen. Er wird als Nachhaltigkeitsindikator bezeichnet. Das schließt Flächen ein, die zur Produktion von Kleidung und Nahrung oder zur Bereitstellung von Energie benötigt werden, aber z. B. auch zur Entsorgung von Müll oder zum Binden des durch menschliche Aktivitäten freigesetzten Kohlenstoffdioxids.

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Januar 22

Deutsche Waffen, deutsches Geld….

Die Experten der (vermutlich) neuen Bundesregierung haben auf Druck(!) der SPD beschlossen: „Die Bundesregierung wird ab sofort keine Ausfuhren an Länder genehmigen, so lange diese am Jemen-Krieg beteiligt sind.“ Klingt ja mal nicht schlecht, könnte man meinen. Ein bisschen kann man darüber in diesem Bericht der Tagesschau (A) lesen.

Jetzt hat sich Thilo Jung gefragt, wer sind den die „Beteiligten“ und, da er ja auf der Bundespressekonferenz akkreditiert ist, gedacht, er fragt da mal nach. Hier die wirklich überzeugende Antwort:

Ich denke, in Zeiten wie diesen, wo die Rechten den Narrativ der „Lügenpresse“ und der „vertuschenden Regierung“ forcieren, um ihre eigenen Botschaften einfacher (und vor allem unwidersprochener) unters Volk zu bringen, ist so eine deutliche Positionierung mit klaren Aussagen mal ein Schritt in die richtige Richtung.

Spoiler
Nur Spaß, die haben da nur gefaselt und wirklich widerlich herumlamentiert.

Wenn sich wer fragt, warum da von Amerika gesprochen wird, dem kann die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) (A) helfen:

Während vor allem die USA und Großbritannien eine aktiv unterstützende Rolle (Waffenlieferungen, Informationsbereitstellung, Planung) bei den militärischen Operationen einnehmen […]Bundeszentrale für politische Bildung

Die beste Demokratie, die man für Geld kaufen kann.

Premium-Bonuscontent: Die Überschrift zum Mitsingen. (Ist vielleicht nichts für Sensibelchen, aber dafür Punk.)

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Mai 18

Quis custodiet ipsos custodes?

When you bring your knife to a gunfight…

„Alle fünfeinhalb Wochen wird in Deutschland ein Mensch von Polizisten erschossen.“ Das ist der Titel eines wirklich lesenswerten Dossiers der taz zum Thema lethale Gewalt durch die Polizei von Erik Peter und Svenja Bednarczyk.

Nur, dass wir uns gleich richtig verstehen: Weder ich noch der Artikel (zumindest lese ich ihn nicht so) wollen hier das Polizisten-sind-Mörder-Klischee bedienen. Der Punkt nach diesem Satz steht da und bleibt da.

Eine Frage in diesem Zusammenhang, dich mich beschäftigt und über die ich im privaten Rahmen auch schon viel diskutiert habe, ist, in wie weit Menschen, denen der Staat Schusswaffen in die Hand gibt, bessere Menschen sein sollten (müssen?) als andere. Eine der heftigsten Diskussionen drehte sich um zwei Fälle in Österreich. Einer, wo zwei Jugendliche in einen Supermarkt eingebrochen sind und dann der Polizei mit „Schraubenzieher und Spitzhacke bewaffnet“ in die Arme liefen, („bewaffnet“ war möglicherweise etwas geflunkert, wie sich hinterher rausstellte) was für einen 14-Jährigen tödlich endete sowie der zweite, wo die Wega einen Mann, der mit einem Messer bewaffnet war, mit 20 Schüssen hingerichtet hat. Ich schreibe hier absichtlich hingerichtet, weil es mir bis heute unvorstellbar scheint, wie acht Beamte einer Spezialeinheit, die sich in voller Kampfmontur sowie (auch) mit Tasern und Schlagstöcken bewaffnet einem(!) Verwirrten mit Messer gegenüber sehen, zu dem Entschluß kommen können, dass der 20 Schuß braucht, um keine Gefahr mehr für sie darzustellen.

Das richtige Mindset? Werbung der Schweizer Polizei

Mein Kumpel meinte damals, „dann hätten die halt nicht einbrechen oder mit einem Messer herumfuchteln sollen, dann wäre ihnen auch nichts passiert“. Bei solchen Ansagen geht mir das Geimpfte auf. Ich kann sie nur mit unreflektiertem Gerede entschulden, und so Stammtischgebrabbel brauche ich nicht. Diese Aussage wäre von mir aus richtig, wenn auf Supermarkteinbrüche oder Verwirrtsein ohnehin die Todesstrafe steht und wir hier auf den Philippinen unter Duterte wären. Sind wir aber nicht. Die Polizei ist die Instanz, die man ruft, wenn man sich quasi nicht mehr alleine helfen kann. Also, wenn mich wer verprügelt oder bei mir einbricht, rufe ich die Polzei, damit diese die Situation klärt und den/die Versursacher im Zweifelsfall der Rechtssprechung (Judikative) zuführt. Ich erwarte, dass die Beamten dafür ausgebildet und ausgerüstet sind.

Warum sollten Polizisten nun bessere Menschen sein als andere? Ganz einfach: Polizisten übernehmen in der Gesellschaft eine Aufgabe. Das macht auch mein Bäcker. Allerdings kann ich zu einem anderen Bäcker gehen, wenn der erste schlechtes Brot macht. Ich kann notfalls auch selber was backen oder ganz auf gebackene Produkte verzichten. Was ich nicht kann, ist mir eine andere Polizei zu suchen, weil die erste mich verkloppt hat. Was ich nicht kann, ist mich selber auszurüsten und zu bewaffnen, weil ich mich vielleicht mit der derzeitigen Polizei nicht so gut verstehe. Das will der Staat nicht und ich will das auch nicht, weil das Anarchie ist, und das ist nicht die Staatsform, in der ich leben möchte (auch wenn wir das tun, aber das ist ein anderes Thema und da geht es mehr um Geld.) Ich sehe mich also einer alternativlosen Instanz gegenüber, gegen die ich mich nicht wehren kann (nicht im akuten Moment, wen soll ich da anrufen, wenn mich die Polzie gerade beamtshandelt? Noch mehr Polizei? Die aus dem Nachbarland?) und die par ordre du mufti mit Waffen und Rüstung daher kommt.

Hier entsteht ein Ungleichgewicht der Kräfte zu meinen Ungunsten (und das soll im Normalfall ja auch so ein, wenn die Polizei schon für die Gesellschaft die Kohlen aus dem Feuer holen soll, braucht sie auch das Werkzeug dazu) und das bedeutet für mich ganz klar, dass der Stärkere auch der „Bessere“ sein muss. So wie wir als Erwachsene nicht mit Kindern rummachen, so sollten wir als Polizisten keine Wehrlosen oder zumindest deutlich Unterlegenen verkloppen oder erschießen. Letzteres sollte sowieso gar nicht gemacht werden und wenn, dann bedarf es tiefgreifender Untersuchungen, ob und wie das vermeidbar war oder nicht, mit Konsequenzen. Hier muss der Polizist, auch wenn das nicht einfach ist, der Reflektierte und Besonnene sein und so handeln. Das ist im Rahmen einer Demo sicher nicht einfach, aber das ist der Beruf, den er gewählt hat. Dafür muss er nicht als Risk-Manager oder Search-Engine-Optimizer sein Leben in der gesellschaftlichen Entbehrlichkeit fristen sondern macht einen Job, der für unser Zusammenleben wichtig ist. Dieser Job kommt halt mit einigen Pflichten, die meiner Meinung nach von der Gesellschaft eingefordert werden müssen.

269 Personen wurden von der Polizei im Beobachtungszeitraum erschossen, das waren die Verluste, die sie dabei erlitten hat. (Quelle)

Also, bitte mal in den erwähnten Artikel reinschauen, es lohnt sich wirklich. Ich habe keine Lösung für das Problem, aber ich denke, wir müssen uns dessen bewusst sein und dürfen als Gesellschaft nicht zulassen, dass hier amerikanische Verhältnisse einziehen. Diskussion gerne in den Kommentaren.

TL; DR:
Ich stehe auf dem Standpunkt, dass Polizeigewalt absolut unentschuldbar ist und bleibt. Sicher kann und wird es Notwehr-Situationen geben, keine Frage. Ein psychisch gestörter mit einem Messer jedoch kann wohl schwer eine solche für acht Sonderkommando-Superkrass-Harte-Typen darstellen. Genauso wenig entschuldbar finde ich, wenn auf Demos einzelne rausgepickt werden und dann beamtshandelt werden, bis das Blut spritzt. Egal, was die vorher gemacht haben. Exekutive ist nicht Judikative, und das sollte auch so bleiben.

Titel: „Quis custodiet ipsos custodes?“ – „Wer wird die Wächter selbst bewachen?“ Juvenal, Satire 6, 347 f. Wir auch gerne mit „Wer bewacht die Wächter“ übersetzt.

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April 17

I see the bad moon arising…

Ich würde mir wünschen, jedem, der in Westeuropa lebt, eine doppelte (oder nur die Türkische) Staatsbürgerschaft hat und mit „evet“ gestimmt hat, ggf. die Zweite wegzunehmen und ihn in die Türkei abzuschieben. Wer Scheiße säht, soll Scheiße ernten. Sich hier in Freiheit zu bewegen und anderen in seinem „Heimatland“ per Abstimmung eine Diktatur unter Erdolf Kurdenslayer (#IrrervomBosporos) zu verschaffen, ist einfach abartig.

© HoGeSa

Kommentar von Lenz Jacobsen in der Zeit: Der Tod der türkischen Republik.

 

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April 7

Der Gesundheitsminister warnt: Rauchen gefährdet ihre Gesundheit!

Ich weiß nicht, wer der größere Wixer ist: Die Fleischmütze, die sich schön von hinten ranmacht und dann mit dem Schlagstock draufhält oder der, der ihm ohne viel Hemmungen die Fresse poliert. Hemmungslos ist hier eh der richtige Begriff. Erstaunlich, wie viele „Kollegen“ da im Umfeld sind und keiner fühlt sich berufen, einzugreifen (ausser, um mit draufzuhauen). Die einzige Sorge der Polizistin scheint zu sein, dass jemand ihre Kollegen filmt, und nicht, dass sie gerade versuchen, einen Mann zum Krüppel zu schlagen.

Der Beamtshandelte mit der „festnahmebedingten Unordnung im Gesicht“

Leider werden die übereifrigen Freunde & Helfer mit wenig Folgen rechnen müssen, wie in einem Beitrag auf Fakebook schön erläutert wird. „Kein Freund, kein Helfer – Polizeigewalt in Deutschland“ (A). (Normal würde ich nicht Fakebook zitieren, aber die haben ordentlichen Quellenangaben und alles, vermutlich haben sie sich bei der Plattformsuche verlaufen 😉 )

Da hilft auch alles „entsetzt sein“ der Führungsmannschaft oder der Politiker nichts. Wenn man in einer normalen Firma so eine Nummer abzieht, geht man fristlos, da kann man dan hinterher auf Wiedereinstellung klagen, wenn sich das Video als Fake herausstellen sollte. Bei der Rennleitung wird man in den Innendienst versetzt, wo mann dann, vermutlich bei vollen Bezügen, Papierkram erledigt.

Übrigens: Immer fleissig filmen, wenn die Rennleitung amtshandelt! Die Freunde und Helfer hatte der StZ vorher nämlich folgendes Berichtet:

Zunächst kam es jedoch zu einer verbalen Auseinandersetzung zu einer Tätlichkeit seitens des 35-Jährigen gegenüber einem 28 Jahre alten Polizeibeamten. Im Verlauf der Auseinandersetzung stürzten beide und der Beamte schlug mit dem Kopf auf dem Bordstein auf. Dieser erlitt hierbei leichte Verletzungen und konnte das Krankenhaus wieder im Laufe des Vormittags verlassen. Gegen den 35-Jährigen werden nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte die Ermittlungen aufgenommen.Stuttgarter Zeitung / Polizei

PS: Quelle für das SEK Zitat: „Dann gelte der alte Polizeikodex der „festnahmebedingten Unordnung im Gesicht“ – natürlich alles streng nach Recht und Gesetz.“

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März 18

Mein Schatzssssss…..

Diese Bilder flogen vor zwei Jahren mal durch meine Filterblase mit dem Titel „Children From Around the World With Their Most Prized Possessions“ und damals wie heute halte ich diese Bilder für ebenso schön wie melancholisch:

Wie dem auch sei, ich frage mich manchmal, ob ich so Leute, die zum Beispiel gegen Flüchtlinge sind und meinen, die sollen alle im Meer verrecken oder in ihren zerbombten Städten bleiben, beneiden soll, weil in deren Kopf offensichtlich solche Bilder nicht hängen bleiben oder zumindest keine Empathie auslösen.

Ich kann so ein Bild nicht ansehen, ohne mir Gedanken zu machen, wie das Leben rundherum wohl aussehen mag.

Wie es Eltern gehen muss, die ihrem Kind gerne mehr bieten würden und nicht mal selber das nötigste haben. Wie ich selber handeln würde. Natürlich würde ich auch versuchen, irgendwas zu machen, in ein Land zu kommen, wo es nicht so scheiße ist (wenn ich in all dem Elend nicht schon aufgegeben hätte, aber mit Kindern ist das vermutlich anders).

Aber was, wenn man dann dort beschimpft wird, nicht arbeiten darf und dann, begleitet vom Gejohle des widerwärtigen PegidAfd-Mobs, in ein Flugzeug „nach Hause“ gesetzt wird? Andersrum: Wie kann man sehen, dass so etwas passiert, wie kann man wissen, dass Menschen leiden und sterben und dann solche Fickgesichter wie Bernd Höcke, Frau Kepetry, Hatsche Schtratsche oder diese Nachgeburt Grunz Wilders wählen, die sich für Herrenmenschen halten und selber in Wirklichkeit zum Bodensatz der Menschheit gehören?

There is no sin so great as ignorance. Remember this.Rudyard Kipling

 

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